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Klipp will weitere 100 Friseur-Filialen

Klipp will weitere 100 Friseur-Filialen

Klipp beschäftigt mehr als 1000 Mitarbeiter. Bild: vowe

THALHEIM. Seit 1989 gibt es die Friseurkette Klipp mit Sitz in Thalheim bei Wels und sie hat eine beispiellose Expansion hingelegt. 180 Klipp gibt es derzeit in Österreich. Chef und Eigentümer Ewald Lanzl sieht Platz für weitere 100 Filialen.

„In Wien haben wir erst 25 Salons. Dort gibt es Nachholbedarf“, sagt der Friseurmeister. Aber auch in Grieskirchen in Oberösterreich oder in Hartberg in der Steiermark sieht er weiße Flecken für seinen „Friseur für die ganze Familie“. Der läuft nach amerikanischem Diskontmuster ohne Voranmeldung, ohne Streicheleinheiten für die Kunden wie Kaffee und mit günstigen Preisen plus Aktionen.

Gute Zeit für Expansion

Die Zeit für eine Expansion schätzt Lanzl als günstig ein. Die Konjunkturabschwächung hat die Mieten in 1A-Lagen wieder günstiger gemacht und Lanzl strebt Standorte mit hoher Frequenz an. Klipp hat so manchen Standort in 1B-Lage aufgegeben und durch bessere ersetzt. „Die Fußgängerzonen sind wieder leistbar geworden“, sagt Lanzl.

Er beschäftigt mehr als 1000 Mitarbeiter (viele davon Teilzeit), nimmt jedes Jahr 40 neue Lehrlinge auf und steht vor der Herausforderung, ständig 250 Friseurinnen in der Babypause zu haben. Wiedereinsteigerinnen nimmt Lanzl besonders gerne. Denn die hätten bereits Weiterbildung konsumiert, und die wird bei Klipp mit einer eigenen Mitarbeiterakademie großgeschrieben. „Wir sind nur so gut wie unsere Mitarbeiter“, sagt Lanzl.

Er hat Klipp 1989 mit seiner Frau Edith aus der Taufe gehoben und kam als Friseurmeister aus einem traditionellen, eigentümergeführten Salon seiner Mutter Maria in Thalheim, den er 1972 übernommen hatte. Jetzt arbeiten bereits seine Söhne Andreas (31) und Christoph (27) mit.

Klipp erwirtschaftete 2010 nach einer Verschmelzung mit einem zweiten Unternehmen der Gruppe einen Umsatz von 30 Millionen Euro. Heuer sollen es bereits 35 Millionen sein, sagt Lanzl. Der Gewinn (EGT) wird laut Creditreform mit 277.000 Euro im Jahr 2010 nach 338.000 Euro im Jahr 2009 angegeben.

Modernisierung

Als große Herausforderung sieht Lanzl die Modernisierung der Filialen, in die er heuer 600.000 Euro steckt. Seinen Marktanteil gibt Lanzl mit knapp neun Prozent, gerechnet nach Kunden an. Jährlich lassen 1,3 Millionen Konsumenten eine Klipp-Friseurin an ihr Haar. Eine Expansion ins Ausland, etwa nach Bayern, plant Lanzl nicht. „In Österreich gibt es genug zu tun. Außerdem muss ich meinen Söhnen noch ein Feld offen lassen.“

 

Friseurbetriebe

• In Oberösterreich gibt es 1200 Friseurbetriebe.

• Rund 450 sind klassische, eigentümergeführte Salons mit mehreren Mitarbeiterinnen, die meist auch Lehrlinge ausbilden.

• Ein Drittel der Standorte gehören zu Ketten, wie Klipp und auch Drogeriemarkt dm.

• Ein Drittel sind klassische Einzelunternehmerinnen, die oft auch zu Hause oder mobil in Altenheimen und Privathaushalten tätig sind.

 

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Artikel Karin Haas 02. November 2011 - 00:04 Uhr
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