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Ist die Party an den Börsen vorbei? Kursrutsch macht die Anleger nervös

WASHINGTON/NUSA DUA. Währungsfonds-Chefin Christine Lagarde reagiert scharf auf Fed-Kritik von Donald Trump.

Anleger sind nervös. Bild:

Als die Aktienkurse am Mittwochabend in New York stark fielen, machte schon der "schwarze Mittwoch" die Runde. Amerikas Präsident Donald Trump hatte seine eigene Notenbank für "verrückt" erklärt.

Der Kursrutsch in New York setzte sich gestern weltweit fort. In Wien verlor der Leitindex ATX zum Handelsstart 1,5 Prozent, an der Frankfurter Börse startete der Leitindex DAX ebenfalls tiefrot in den Handelstag. Die europäischen Börsen hatten aber schon an den Tagen davor Kursverluste hinnehmen müssen. Der ATX ist schon den fünften Handelstag im Minus.

"Anlass, sich um die Verfassung der Märkte Sorgen zu machen, gab es zuletzt zuhauf", sagte Christian Schmid von der deutschen Bank Helaba. Der Analyst verwies erneut auf den Handelsstreit zwischen den USA und China, die Staatsverschuldung in Italien und vor allem auf steigende Zinsen. Als Schuldigen für die Verluste an der Wall Street am Mittwochabend habe man US-Präsident Donald Trump ausgemacht, nach dessen Aussage, die US-Notenbank Fed sei "verrückt geworden".

Die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, konterte aus Indonesien, wo gerade IWF und Weltbank ihre Jahrestagung abhalten. Der US-Notenbankchef Jerome Powell und der Fed-Vorstand wirkten sehr solide und seriös. "Ich würde ihn nicht mit Verrücktheit in Verbindung bringen", sagte die IWF-Chefin.

Freilich hat auch die jüngste IWF-Prognose für die Weltwirtschaft, wonach das Wachstum im nächsten Jahr leicht nachlassen werde, zu allgemeiner Nervosität an den Finanzmärkten beigetragen. Jetzt fragen sich viele Aktien-Käufer, ob sie doch etwas zu optimistisch waren.

Aber warum schimpft Trump über die eigene Notenbank? Er ist permanent im Wahlkampf-Modus. Zuletzt hatte Fed-Chef Powell angedeutet, dass er angesichts der guten Wirtschaftslage die Leitzinsen schneller anheben werde, als bisher angenommen. Das könnte dämpfend auf die US-Wirtschaft wirken, was freilich auch beabsichtigt ist. Das will Trump aber nicht.

Besteht Grund zur Panik?

Nein, sagen die Experten. Sie schließen aber gleichzeitig nicht aus, dass die jetzt begonnene "Kurskorrektur" noch Wochen oder gar Monate weitergehen könnte. Spannend wird es auf jeden Fall ab heute. Da beginnen die großen US-Konzerne damit, ihre Ergebnisse für die vergangenen drei Monate zu veröffentlichen. Wenn diese Zahlen besser ausfallen als von den Analysten prognostiziert, dann können die Kurse bald wieder steigen.

Grund zur Panik herrsche nicht, sagen die Experten. Die Weltwirtschaft ist gut unterwegs.

Video: Kursrutsch an US-Börsen

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Artikel 12. Oktober 2018 - 00:04 Uhr
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