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Hartlauer pumpt Geld in Verbesserung der Filialen

STEYR. Vorgestern eröffnete Robert Hartlauer an der Linzer Landstraße eine um 600.000 Euro umgebaute Filiale. Wieso diese nur mehr ein Drittel des Stroms braucht und wieso sich die Foto- und Elektronikhandelskette aus Slowenien zurückgezogen hat, erzählte er den OÖNachrichten.

Hartlauer pumpt Geld in Verbesserung der Filialen

Systemkameras werden laut Hartlauer der Weihnachtsrenner. Bild: haas

OÖN: Sie haben 160 Filialen und sind noch immer auf Standortsuche. Wo haben Sie Bedarf?

Hartlauer: Wir suchen Standorte vor allem zur Optimierung. Das heißt, dass wir bessere, größere Flächen in bereits bedienten Lagen wollen. 200 Filialen sind das absolute Maximum für Österreich. Aber so viel wollen wir so schnell gar nicht. Wir verbessern lieber. Die 1976 eröffnete Linzer Filiale haben wir um 600.000 Euro erneuert und total mit LED-Licht ausgestattet. Die braucht jetzt nur mehr ein Drittel des Stroms.

OÖN: Der Anteil älterer Menschen steigt, es werden immer mehr Hörgeräte gebraucht. Wie schlägt sich Hartlauer im Konzert mit etablierten Anbietern wie Neuroth & Co?

Hartlauer: Unser Anteil ist trotz starker Konkurrenz steigend. Wir bieten seit zehn Jahren Hörgeräte an: in mittlerweile 98 unserer 160 Geschäfte. Wir liegen rund 50 Prozent unter dem Marktpreis. Optik und Hörgeräte haben am Umsatz von 212 Millionen Euro im Jahr 2009 bereits ein Drittel.

OÖN: Das Weihnachtsgeschäft steht vor der Tür. Was wird der Renner?

Hartlauer: Im Photobereich werden es sicher die neuen, kompakten, kleinen Systemkameras sein, also Spiegelreflexkameras ohne Spiegel, die bei uns ab 549 Euro zu haben sind. Weiters sind es die Smartphones. Diese Mikrocomputer, mit denen man auch telefonieren kann, haben ja viele im Beruf. Privat sind sie noch nicht so verbreitet. Deswegen erwarten wir eine Geschenkswelle zu Weihnachten.

OÖN: Ist das Thema Expansion ins Ausland mit der Schließung der zwei Filialen in Slowenien heuer im Sommer beendet?

Hartlauer: Ja, ein für alle Mal. Das hat nicht funktioniert. Slowenien ist anders.

OÖN: Sind Ihre Ambitionen, ins Zahnambulatoriums-Geschäft einzusteigen, ein für alle Mal vorbei?

Hartlauer: Ja, das ist ad acta, auch wenn uns der EuGH Recht gegeben hat. Zehn Jahre Energie für nichts sind genug.

OÖN: Der Hartlauer-Stiftung gehört das frühere Gasthaus Sturm am Pöstlingberg in Linz. Wie lange steht der untere Teil mit Gastgarten noch leer?

Hartlauer: So lange sich die Stadt Linz gegen eine Umwidmung in Wohnungen wehrt. Unseren Gastronomen machten die Anrainer ja das Leben schwer. Die Bar oben kämpft auch mit ständigen Beschwerden. Entweder will Linz einen Tourismusberg oder einen Wohnberg. Wenn Gastronomie unmöglich ist, muss man halt in Wohnungen umwidmen. Dass man das nicht tut, ärgert mich massiv und dafür kämpfe ich.

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Artikel Von Karin Haas 06. November 2010 - 00:04 Uhr
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