Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Donnerstag, 13. Dezember 2018, 12:10 Uhr

Linz: 1°C Ort wählen »
 
Donnerstag, 13. Dezember 2018, 12:10 Uhr mehr Wetter »
Startseite  > Wirtschaft

FACC: Finanzchefin muss gehen

RIED. Die Finanzchefin der FACC, Minfen Gu, muss mit sofortiger Wirkung das Unternehmen verlassen. Damit ist die von den OÖN angekündigte erste Konsequenz nach der Cyber-Attacke erfolgt. Die Finanzabteilung wird völlig neu aufgestellt.

Minfen Gu

Minfen Gu, Finanzvorstand FACC von 1. 3. 2011 bis Februar 2015 Bild: FACC (OON)

Am Mittwochmorgen gab die FACC AG bekannt, was OÖN-Leser bereits erahnten. Nämlich dass jenes Vorstandsmitglied, in dessen Verantwortung die Ressorts Finanzen, IT und Risikomanagement sind, gehen muss. Dies als erste Konsequenz nach dem Internet-Angriff, in dessen Folge 50 Millionen Euro verschwunden sind. Am Dienstag fand eine lange Aufsichtsratssitzung statt, in deren Verlauf es intensive Diskussionen gab.

In der offiziellen Mitteilung heißt es, das Mandat von Frau Minfen Gu als Finanzvorständin der FACC AG endet mit sofortiger Wirkung. Der Aufsichtsrat gab die Suche einer Nachfolge in Auftrag.

Nach derzeitigem Stand der forensischen und kriminalpolizeilichen Untersuchungen waren die kriminellen Aktivitäten, die die Finanzbuchhaltung zum Ziel hatten, betrügerische Handlungen von Außenstehenden, die eine falsche Identität vorspiegelten (sog. Fake President Fraud), heißt es weiter. Das Unternehmen betont, dass die IT-Infrastruktur, Datensicherheit, IP-Rechte sowie die operativen Bereiche von den kriminellen Aktivitäten nicht betroffen waren. Es seien auch keine Hinweise auf Malware identifiziert worden.

Der Vorstand arbeite daran, die Finanzabteilung grundlegend neu aufzustellen sowie Schadenersatz- und Versicherungsansprüche zu verfolgen. Zur Unterstützung des Vorstands bei der Neuaufstellung der Finanzabteilung bestellte der Aufsichtsrat sein bisheriges Mitglied des Aufsichtsrats, Herrn Yongsheng Wang, interimsmäßig zum Mitglied des Vorstands.

Kommentare anzeigen »
Artikel 03. Februar 2016 - 08:31 Uhr
Mehr Wirtschaft

Wirtschaftskammer wird Standortanwalt bei Großprojekten

WIEN. Die Wirtschaftskammer wird künftig bei großen Infrastrukturprojekten die Rolle eines ...

Steyr Motors: Chinesische Manager auf Tauchstation

Insolvenzverwalter sichert Fortführung mit Kundenkrediten ab.

Betrugsprozess: Caner lieferte sich Wortgefechte mit der Staatsanwältin

WIEN. Linzer Ex-Level-One-Chef kritisierte Anklage: "Von A bis Z nicht Hand und Fuß".

"Mister Robot trägt eine gepuderte Perücke"

LINZ. Wie verändert die Digitalisierung unser Rechtssystem? Wer ist künftig noch Arbeitgeber und Arbeitnehmer?

EU-Patentamt erteilte Patent auf Paprika

MÜNCHEN / LINZ. Kritik der Bauern und heimischen Pflanzenzüchter.
Meistgelesen   mehr »
OÖNachrichten auf Facebook OÖNachrichten auf Twitter OÖNachrichten auf Google+ OÖNachrichten RSS