Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Dienstag, 20. November 2018, 12:53 Uhr

Linz: 5°C Ort wählen »
 
Dienstag, 20. November 2018, 12:53 Uhr mehr Wetter »
Startseite  > Wirtschaft

Deutsche Ryanair-Piloten wollen am Mittwoch erneut streiken

DUBLIN. Passagiere des Billigfliegers Ryanair müssen sich wieder auf Piloten-Streiks einrichten.

Bei Ryanair wird wieder gestreikt. Bild: Reuters

Die Vereinigung Cockpit hat die rund 400 in Deutschland stationierten Kapitäne und Co-Piloten für diesen Mittwoch (12. September, 3.01 Uhr) zu einem erneuten 24-Stunden-Streik aufgerufen. Wie beim ersten Arbeitskampf Mitte August geht es erneut um die Gehälter und Arbeitsbedingungen der bisher ohne Tarifvertrag fliegenden Piloten des größten Billigfliegers in Europa.

Zwischenzeitlich hat das Unternehmen mit den nationalen Pilotengewerkschaften in Italien und Irland separate Abschlüsse getroffen, die aber der deutschen VC offenkundig nicht ausreichen. Die Einigungen könnten nicht als Blaupause für eine Lösung in Deutschland dienen, erklärte die VC am Montagabend in Frankfurt. In Irland sei noch keine Vereinbarung über Vergütung und allgemeine Arbeitsbedingungen geschlossen worden. Selbst neue Streiks seien dort nicht ausgeschlossen. In Italien seien strukturelle Fragen bei Arbeitszeit und Vergütung "unzureichend geregelt".

Keine Einigung auf Schlichter

Die Parteien konnten sich auch nicht auf einen Schlichter einigen, wie es Ryanair zur Konfliktlösung vorgeschlagen hatte. Laut VC beharrte das Management auf einem Mediator aus Irland, der nicht über die für Deutschland notwendigen Rechtskenntnisse verfüge. Umgekehrt habe Ryanair mehrere von der VC vorgeschlagene Schlichter abgelehnt. "Ryanair will mit ihrem Vorschlag offenbar ein Tarifdiktat durch die Hintertür erreichen. Das ist mit uns nicht zu machen", erklärte VC-Tarifvorstand Ingolf Schumacher in einer Mitteilung.

Am 10. August hatten die deutschen Piloten gemeinsam mit Kollegen aus den Niederlanden, Belgien und Schweden die Arbeit niedergelegt. Die Airline hatte in der Folge rund 400 Verbindungen abgesagt, rund ein Sechstel des für diesen Tag geplanten Europa-Programms. Betroffen waren rund 55 000 Passagiere. Ein Drittel der Flüge in Deutschland konnte damals stattfinden, weil die Maschinen aus dem nicht bestreikten europäischen Ausland gekommen waren. Auch die österreichische Laudamotion musste damals eine Reihe von Flügen absagen, da sie auf Leihmaschinen der Ryanair angewiesen ist.

Kommentare anzeigen »
Artikel 10. September 2018 - 21:02 Uhr
Mehr Wirtschaft

Black Friday: Darauf sollten Sie bei der Schnäppchenjagd achten

Zum „Black Friday“ locken viele Händler mit großen Rabatten: Vorsicht bei der Schnäppchenjagd vor ...

Fix: Bankenaufsicht wandert zur Finanzmarktaufsicht

WIEN. Ziel der Reform ist laut Finanzminister Hartwig Löger der Abbau von Doppelgleisigkeiten. 

Kryptowährungen haben in einer Woche 60 Milliarden Dollar Wert verloren

LONDON. Der Sinkflug vieler Digitalwährungen wie Bitcoin hat sich auch am Dienstag fortgesetzt.

Caner-Prozess wird fortgesetzt

WIEN. Der am Montag in Wien begonnene Betrugsprozess rund um die Pleite des Immobilienkonzerns Level One ...

Studie: Weihnachtsmärkte mit mehr Umsatz als Amazon und PlusCity

WIEN. Der Erlös der Weihnachtsmärkte dürfte bei rund 390 Millionen Euro liegen - die PlusCity in Pasching ...
Meistgelesen   mehr »
Weitere Meldungen
OÖNachrichten auf Facebook OÖNachrichten auf Twitter OÖNachrichten auf Google+ OÖNachrichten RSS