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Das große Sesselrücken in den Bauernkammern

Nur in Oberösterreich bleibt unklar, wer wann Franz Reisecker als Präsident nachfolgt.

 Das große Sesselrücken in den Bauernkammern

Franz Reisecker Bild: VOLKER WEIHBOLD

In den österreichischen Landes-Landwirtschaftskammern geht es diese Woche personell rund.

In Niederösterreich gab es eine Überraschung. Nachdem lange Zeit mit dem Vizepräsidenten Otto Auer (52) als Nachfolger von Hermann Schultes (65) gerechnet worden war, präsentierte Schultes Johannes Schmuckenschlager aus Klosterneuburg. Auer soll mit dem Amt des österreichischen Weinbaupräsidenten getröstet werden, das Schmuckenschlager wegen Interessenkollision abgibt. Grund: Er müsse künftig für alle landwirtschaftlichen Sparten da sein. Der erst 40-jährige Klosterneuburger stand seit 2013 an der Spitze der Weinbauern. Schultes wollte ihn schon im Vorjahr als österreichischen Bauernbundpräsidenten sehen; es setzte sich aber der Oberösterreicher Jakob Auer mit seinem Vorschlag (Georg Strasser, 47, aus Nöchling im Waldviertel) durch.

Eine lange Karriere beenden wird dagegen diese Woche der Tamsweger Franz Eßl (61). Nach 24 Jahren an der Spitze der Salzburger Kammer wird am Freitag, 7. Dezember, ein Nachfolger gewählt.

Noch kein Termin bekannt ist für den Führungswechsel an der Spitze der oberösterreichischen Kammer. Franz Reisecker (60) will aus persönlichen Gründen im Jänner 2021 nicht mehr antreten. Das heißt, dass er das Amt vermutlich im Laufe des nächsten Jahres übergibt, damit der Nachfolger mindestens ein Jahr Zeit hat, an Statur zu gewinnen. Der Innviertler wird einen Termin nicht vorzeitig nennen, weil damit seine restliche Amtszeit an Gewicht verlöre.

Als heißester Nachfolgekandidat wird Norbert Ecker aus Pilsbach (Bezirk Vöcklabruck) gehandelt. Er gehört bereits dem Kammervorstand an und führt neben seinem Bauernhof ein Unternehmen für Bodenexpertise. In Bauernkreisen wird auch darüber diskutiert, dass es längst an der Zeit sei, erstmals eine Frau an die Kammerspitze zu berufen. Ein entscheidendes Wort spricht der Obmann der größten Wählergruppe, des VP-Bauernbundes, Max Hiegelsberger, obzwar er meint: "Das wird in der Kammer entschieden." Allerdings bestätigt der Agrar-Landesrat, dass es Priorität haben sollte, eine Frau zumindest als Vizepräsidentin zu küren.

Diese Position hat derzeit Karl Grabmayr aus Prambachkirchen inne. Kandidatinnen wären u.a. die Kammerrätinnen Johanna Miesenberger aus Pregarten und Daniela Burgstaller aus Taufkirchen an der Trattnach. Es wird aber auch bald ein Posten frei werden, der den Damen von keinem Herrn streitig gemacht werden kann: jener der langjährigen Landesbäuerin Annemarie Brunner aus Ried in der Riedmark.

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Artikel Josef Lehner 06. Dezember 2018 - 00:04 Uhr
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