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Bene-Hali: "International sind wir Mini-Mini"

WIEN. Grossnigg wirbt um Zustimmung der Kartellbehörde.

Bene-Hali: "International sind wir Mini-Mini"

Der Investor und gebürtige Linzer Erhard Grossnigg Bild: APA/HERBERT PFARRHOFER

Anfang der Woche hat der Sanierer und Investor Erhard Grossnigg bekannt gegeben, dass er gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Martin Bartenstein den Eferdinger Büromöbelhersteller Hali übernimmt. Doch noch ist der Kauf nicht in trockenen Tüchern.

Grossnigg hat mit Bene und Neudörfler bereits zwei Büromöbelhersteller in seinem Portfolio. Die Kartellbehörden prüfen daher intensiv, ob durch die Übernahme eine marktbeherrschende Position entsteht. Vor Journalisten in Wien warb der gebürtige Linzer Grossnigg gestern, Mittwoch, erneut um Zustimmung.

Seit geraumer Zeit werde eng mit der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) kooperiert: "Wir stehen seit sechs bis acht Monaten in Kontakt, haben 150.000 Datensätze eingereicht", sagte Grossnigg. Er rechnet bestenfalls in den kommenden vier bis sechs Wochen mit einer Entscheidung. Die BWB hat angekündigt, Markttests und Befragungen von rund 500 Kunden und Konkurrenten durchzuführen.

Die Gretchenfrage

Die entscheidende Frage ist jene nach dem Marktanteil. Laut dem anerkannten Marktforschungsinstitut CSIL kommen Hali, Bene, Neudörfler und Svoboda – auch die insolvente Firma ist im Paket dabei – in Österreich auf einen Marktanteil von 43,7 Prozent auf Umsätze gerechnet. Das wäre freilich zu hoch. Grossnigg wiederum argumentiert, dass auf Endkundenpreise gerechnet werden müsse, um sowohl Büromöbelproduzenten als auch Möbelhändler zu erfassen. Dadurch ergibt sich naturgemäß ein höheres Marktvolumen und der auf die Grossnigg-Firmen entfallende Marktanteil geht auf 24,1 Prozent zurück.

Darüber hinaus müsse der europäische Markt betrachtet werden: "International sind wir Mini-Mini", sagt Grossnigg und verweist auf einen Marktanteil von einem Prozent, da einzig Bene mit Sitz in Waidhofen einen signifikanten Exportanteil aufweist. Alle aktuellen Großprojekte in Österreich wie der Erste Bank Campus und der ORF-Umbau seien an ausländische Büromöbelhersteller gegangen. "Österreich ist bei Büromöbeln ein Nettoimporteur."

Mittelfristig plant Grossnigg rund um Bene, Hali, Neudörfler und Svoboda eine Büromöbelgruppe europäischen Formats. Er kann sich zwei bis drei Marken in der Gruppe vorstellen, deren Profil geschärft werden müsse. Die Zusammenlegung von Standorten etwa von Eferding und Waidhofen schließt der Sanierer aus. 

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Artikel (sd) 15. Februar 2018 - 00:04 Uhr
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