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14 Mitarbeiter, sieben Nationalitäten, ein Team

ALTENBERG. Die Wirtschaftskammer hat kürzlich angekündigt, Fachkräfte für heimische Unternehmen aus wirtschaftlich angeschlagenen Ländern wie Spanien anwerben zu wollen. In der Altenberger Firma Verpura ist das längst Alltag.

14 Mitarbeiter, sieben Nationalitäten, ein Team

Florian Gumpinger (3 v.r.) und seine internationale Mannschaft. Bild: Verpura

Das Softwareunternehmen beschäftigt 14 Mitarbeiter aus sieben verschiedenen Nationen. Für sein multikulturelles Team hat Unternehmer Florian Gumpinger den Pegasus-Sonderpreis des Landes für „Vorbildliche Integration“ erhalten.

Spanier, Ungarn, Griechen, Deutsche, ein Chinese und ein Taiwanese entwickeln und vertreiben gemeinsam mit ihrem österreichischen Chef Florian Gumpinger eine Software zur Warenbewirtschaftung, die an Kleinbetriebe vermietet wird. Bürosprache ist dabei Englisch. „Am Anfang ist uns die Internationalität einfach passiert. Aber aufgrund der guten Erfahrungen machen wir das jetzt bewusst“, erzählt Gumpinger, der sich 2005 selbstständig gemacht hat.

Viele seiner Mitarbeiter kommen als Praktikanten oder Diplomanden der Fachhochschule Hagenberg oder der Johannes-Kepler-Universität zu Verpura und bleiben hängen. „Das sind junge Leute, die etwas aufbauen wollen. Unsere Spanier und Griechen sehen sich zu Hause einfach keine Zukunft“, sagt Gumpinger. Ein paar von ihnen hätten auch bereits Freunde aus der „alten“ Heimat nach Altenberg nachgeholt.

Das Arbeiten im Multi-Kulti-Team funktioniere ohne größere Probleme, da aufeinander Rücksicht genommen werde, erzählt Gumpinger. So habe man etwa den Chinesen das in ihrem Land übliche Spucken und Rülpsen während Besprechungen abgewöhnt. Die Asiaten wiederum hätten sich mit dem hierzulande üblichen Schnäuzen abgefunden.

Bei Behördengängen oder Wohnungssuche unterstützen Florian Gumpinger und seine Frau Kristin die Mitarbeiter und erleben immer wieder unliebsame Überraschungen. So sei derzeit ein Verfahren gegen Verpura wegen illegaler Ausländerbeschäftigung anhängig, weil der Dienstvertrag einige Tage vor Visumerteilung ausgestellt wurde. Gegen die Strafe von 1100 Euro wurde Berufung eingelegt.

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Artikel Susanne Dickstein 28. Juni 2012 - 00:04 Uhr
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