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Die digitale Schule und wir
Ein interaktiver Wettbewerb für junge Reporter

Folgender Beitrag wurde eingereicht von:

Name: Julia Geiselmayr
Alter: 16
Schule: BAfEP Ried im Innkreis
Klasse: 2B

Ried im Innkreis, am 2. März 2019

Betreff: Digitale Zukunft in Schulen

Sehr geehrte Frau Ciesinger,

ich haben Ihren Artikel "Wie Schulen sich für die digitale Zukunft ändern müssen" vom 12.04.2018 in der Tageszeitung "Der Tagesspiegel" gelesen. In vielen Punkten kann ich Ihnen leider nicht zustimmen, was die Digitalisierung in den Klassenzimmern betrifft.

Als angehende Pädagogin muss ich mich auf mehreren Ebenen mit der Digitalisierung auseinandersetzen. "Hast du das schon gespielt? Kennst du diese App schon?" Erst kürzlich habe ich ein derartiges Gespräch im Kindergarten zwischen zwei 4-Jährigen mithören können. Ich war fassungslos. Bereits die jüngsten Gesellschaftsmitglieder sind tagtäglich von den digitalen Medien betroffen und beschäftigen sich mit Smartphones, Youtube und Co. Wohin führt diese Entwicklung?

Keine Frage: Für uns Jugendliche bietet die Technik zahlreiche Möglichkeiten. Wir können uns über aktuelle Themen informieren, weiterbilden und über das Internet neue Erfahrungen zu sammeln. Dennoch lauern viele Gefahren beim Einsatz der neuen Technik. Wenn wir nur mehr via Mausklicks zu unserem "Wissen" gelangen, werden wir geistig dumpf und faul. Wir verschließen uns vor der Welt und lassen die sich bietenden Chancen liegen. Die "digitale Demenz" klopft an, wie der Psychiater Manfred Spitzer trefflich warnt – mit all seinen negativen Begleiterscheinungen.

Die Schulen (aber auch Kindergärten) sind deshalb gefragt: Sie müssen den Digital Natives den richtigen Umgang mit Medien zeigen und die richtige Dosis beim Gebrauch finden. An der BAfEP Ried im Innkreis wird ein sinnvoller Mittelweg bestritten: Die Lehrer setzen die Visualizer, Beamer, Tablets und Laptops als Ergänzung für den Unterricht ein. Wir Schüler dürfen unsere Handys für Recherchezwecke oder Onlinequiz verwenden, was oft eine willkommene Abwechslung darstellt. Doch die Medien stellen keinen Selbstzweck dar.
In Ihrem Artikel, der mehr eine digitale Lobeshymne ist, werden leider keinerlei Negativpunkte angesprochen: Sie erklären alle Gegenargumente für lächerlich und möchten die Digitalisierung schönreden. Doch die Realität sieht anders aus. Viele Jugendliche schnuppern kaum frischen Luft und treffen sich selten mit Freunden. Sie verstecken sich hinter den "sozialen" Netzwerken und flüchten vor der Realität. Das "Real Life" wird zur Herausforderung. Die gesundheitlichen und psychischen Folgen sind oft fatal.

Computer und Tablets dürfen daher den Schulalltag der Kinder nicht völlig bestimmen! Der "Masterplan Digitalisierung" der österreichischen Regierung mag gut zwar gemeint sein, doch aufgrund der immensen Online-Nutzungszeiten der Jugendlichen löst das nur ein Kopfschütteln bei mir aus. Mein Rat: Lebt euer echtes Leben!

Mit freundlichen Grüßen
Julia Geiselmayr

Medien dürfen kein Selbstzweck sein

Name: Julia Geiselmayr
Alter: 16
Schule: BAfEP Ried im Innkreis
Klasse: 2B

Ried im Innkreis, am 2. März 2019

Betreff: Digitale Zukunft in Schulen

Sehr geehrte Frau Ciesinger,

ich haben Ihren Artikel "Wie Schulen sich für die digitale Zukunft ändern müssen" vom 12.04.2018 in der Tageszeitung "Der Tagesspiegel" gelesen. In vielen Punkten kann ich Ihnen leider nicht zustimmen, was die Digitalisierung in den Klassenzimmern betrifft.

Als angehende Pädagogin muss ich mich auf mehreren Ebenen mit der Digitalisierung auseinandersetzen. "Hast du das schon gespielt? Kennst du diese App schon?" Erst kürzlich habe ich ein derartiges Gespräch im Kindergarten zwischen zwei 4-Jährigen mithören können. Ich war fassungslos. Bereits die jüngsten Gesellschaftsmitglieder sind tagtäglich von den digitalen Medien betroffen und beschäftigen sich mit Smartphones, Youtube und Co. Wohin führt diese Entwicklung?

Keine Frage: Für uns Jugendliche bietet die Technik zahlreiche Möglichkeiten. Wir können uns über aktuelle Themen informieren, weiterbilden und über das Internet neue Erfahrungen zu sammeln. Dennoch lauern viele Gefahren beim Einsatz der neuen Technik. Wenn wir nur mehr via Mausklicks zu unserem "Wissen" gelangen, werden wir geistig dumpf und faul. Wir verschließen uns vor der Welt und lassen die sich bietenden Chancen liegen. Die "digitale Demenz" klopft an, wie der Psychiater Manfred Spitzer trefflich warnt – mit all seinen negativen Begleiterscheinungen.

Die Schulen (aber auch Kindergärten) sind deshalb gefragt: Sie müssen den Digital Natives den richtigen Umgang mit Medien zeigen und die richtige Dosis beim Gebrauch finden. An der BAfEP Ried im Innkreis wird ein sinnvoller Mittelweg bestritten: Die Lehrer setzen die Visualizer, Beamer, Tablets und Laptops als Ergänzung für den Unterricht ein. Wir Schüler dürfen unsere Handys für Recherchezwecke oder Onlinequiz verwenden, was oft eine willkommene Abwechslung darstellt. Doch die Medien stellen keinen Selbstzweck dar.
In Ihrem Artikel, der mehr eine digitale Lobeshymne ist, werden leider keinerlei Negativpunkte angesprochen: Sie erklären alle Gegenargumente für lächerlich und möchten die Digitalisierung schönreden. Doch die Realität sieht anders aus. Viele Jugendliche schnuppern kaum frischen Luft und treffen sich selten mit Freunden. Sie verstecken sich hinter den "sozialen" Netzwerken und flüchten vor der Realität. Das "Real Life" wird zur Herausforderung. Die gesundheitlichen und psychischen Folgen sind oft fatal.

Computer und Tablets dürfen daher den Schulalltag der Kinder nicht völlig bestimmen! Der "Masterplan Digitalisierung" der österreichischen Regierung mag gut zwar gemeint sein, doch aufgrund der immensen Online-Nutzungszeiten der Jugendlichen löst das nur ein Kopfschütteln bei mir aus. Mein Rat: Lebt euer echtes Leben!

Mit freundlichen Grüßen
Julia Geiselmayr

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