Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Sonntag, 24. März 2019, 20:03 Uhr

Linz: 13°C Ort wählen »
 
Sonntag, 24. März 2019, 20:03 Uhr mehr Wetter »
Startseite  > Weltspiegel

Zwei Tote nach Schüssen auf Baustelle in München

MÜNCHEN. Auf der Baustelle einer Luxuswohnanlage im Münchner Stadtteil Au hat am Donnerstag ein 29 Jahre alter Mann einen 45-Jährigen erschossen. Anschließend erschoss sich der Schütze selbst, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte.

(Symbolbild) Bild: MATTHIAS BALK (APA/DPA/Matthias Balk)

Das Motiv für die Bluttat war zunächst unklar. So konnten die Ermittler noch keine Angaben machen, ob sie private oder berufliche Hintergründe vermuten.

Der getötete 45-Jährige stammt laut Polizei aus dem Landkreis Görlitz in Sachsen, der 29 Jahre alte Schütze lebte zuletzt in Augsburg. Wie der Bayerische Rundfunk berichtete, soll es sich bei einem der Männer um den Architekten und bei dem anderen um den Bauleiter der Baustelle am nahe der Isar gelegenen Mariahilfplatz handeln. Die Polizei wollte dies aber zunächst nicht bestätigen.

Mehr als 150 Polizisten im Einsatz

Mehrere Zeugen hatten die Schüsse am Donnerstagvormittag gemeldet. Die Polizei leitete einen Großeinsatz als sogenannte lebensbedrohliche Einsatzlage ein und zog mehr als 150 Polizisten am Tatort zusammen. Die Beamten entdeckten im Bereich der Baucontainer die beiden Toten sowie die mutmaßliche Tatwaffe, eine Pistole.

Die Ermittler konnten schnell Entwarnung für die Bevölkerung geben. In der Nähe des Tatorts befindet sich unter anderem das Landratsamt, dazu Schulen und Kindergärten. Die Straßen und auch die in der Nähe fahrenden Straßenbahnen wurden für gut eine Stunde gesperrt. Ein Polizeisprecher betonte, dass für die Bevölkerung keine Gefahr bestanden habe.

Luxuswohnungen statt Jugendhotel

Auf der Baustelle in der Ohlmüllerstraße entstehen derzeit teure Eigentumswohnungen. Bis vor einigen Jahren war in dem Gebäude ein Frauen- und Jugendgefängnis untergebracht. Jahrelang hatte es um die Nachnutzung einen Streit in der Landeshauptstadt gegeben. Die Münchner Straßenzeitung "Biss" wollte dort eigentlich ein Hotel mit Jugendlichen aus schwierigen Verhältnissen als Mitarbeiter gründen. Die Pläne scheiterten. Seit einiger Zeit wird das Gebäude entkernt und hergerichtet, hier sollen Menschen eines Tages in Luxuswohnungen einziehen.

 

Kommentare anzeigen »
Artikel nachrichten.at/apa 21. Februar 2019 - 11:03 Uhr
Mehr Weltspiegel

Unbekannte hängten in Moskauer Museum unbemerkt Porträt auf

MOSKAU. Fünf Unbekannten hätten ein Bild ins Staatliche Historische Museum direkt am Kreml mitgebracht und ...

Rumänien will Botschaft nach Jerusalem verlegen

JERUSALEM/ BUKAREST. Als erstes EU-Land will Rumänien seine Botschaft in Israel von Tel Aviv nach ...

Zwischenergebnis Thailand: Lager des Militärs bei Wahl vorn

BANGKOK. Bei der ersten Parlamentswahl in Thailand nach einem Militärputsch vor fünf Jahren liegt das ...

Schiff in Seenot wieder sicher im Hafen

OSLO. Mehr als 24 Stunden nach dem Absetzen des Notrufes ist ein in Seenot geratenes Kreuzfahrtschiff mit ...

Baby bei Beschneidungsritual in Italien gestorben

ROM. Ein fünf Monate alter Bub ist in der Nacht auf Samstag in einem Krankenhaus in Bologna gestorben, in ...
Meistgelesen   mehr »
Weitere Meldungen
OÖNachrichten auf Facebook OÖNachrichten auf Twitter OÖNachrichten auf Google+ OÖNachrichten RSS