Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Samstag, 21. Juli 2018, 08:13 Uhr

Linz: 18°C Ort wählen »
 
Samstag, 21. Juli 2018, 08:13 Uhr mehr Wetter »
Startseite  > Weltspiegel

"Most Wanted Cup" - Europol fahndet mittels Kampagne nach Kriminellen wie Felzmann

DEN HAATG/WIEN. So bekannt wie die derzeit allgegenwärtigen Fußballstars sollen nun die Gesichter von gesuchten Kriminellen werden, um die Chancen auf deren Festnahme zu erhöhen.

Der "Most Wanted Cup" Bild: Sanchez Camarero, Veronica

Das ist Ziel der neuen Kampagne von Europol und dem Europäischen Zielfahndungsnetzwerk ENFAST (European Network of Fugitive Active Search Teams), die 25 Verbrecher aus 23 Ländern zu einer "Liga der Kriminellen" zusammengestellt haben. 

Es sei "nicht wirklich eine Ehre, in dieser Liga zu spielen", hieß es am Mittwoch von Europol. Mehr als die Hälfte des "Teams" wird wegen Mordes gesucht, die anderen wegen Drogenhandels, bewaffneter Raubüberfälle, Betrugs oder einer Kombination aus den genannten Vergehen. Alle von ihnen sind auf der "Most-Wanted"-Website vertreten, die derzeit mehr als 50 Flüchtige umfasst.

Auch ein gesuchter österreichischer Verbrecher wird auf dem virtuellen Spielfeld dabei sein. Unter den "Europe's Most Wanted" finden sich derzeit der seit 1995 flüchtige Häftling Tibor Foco und Friedrich Felzmann, der Ende Oktober 2017 in Stiwoll bei Graz zwei Nachbarn erschossen haben soll.

"Je mehr Menschen ihre Gesichter sehen, desto höher sind die Chancen, dass sie festgenommen werden", begründete die Polizeibehörde die Idee hinter der Kampagne. Die europäischen Bürger sollen so weit wie möglich mit den Gesichtern einiger der meistgesuchten Kriminellen Europas vertraut gemacht werden.

 

 

 

Ab morgen, Donnerstag, 8.00 Uhr, teilen die nationalen Strafverfolgungsbehörden und Europol verschiedene Codes über ihre Social-Media-Kanäle. Mit Hilfe dieser Codes können Mitspieler dann online die Bilder des kriminellen Panini-Albums aufdecken und sich über die Gesuchten informieren.

Bereits in den vergangenen Jahren waren solche originellen Fahndungskampagnen erfolgreich: Drei Festnahmen gab es durch den "Europol-Adventkalender" im Dezember 2016, weitere drei Schwerverbrecher wurden nach der Veröffentlichung von virtuellen Postkarten mit "Urlaubsgrüßen" geschnappt. Die Erfahrung habe gezeigt, dass durch solche Aktionen mehr Besucher auf die Fahndungs-Website aufmerksam gemacht werden können, hieß es von der Polizeibehörde. Insgesamt seien bisher zumindest 17 Gesuchte der "Most-Wanted"-Liste dank Hinweisen aus der Bevölkerung gefasst worden.

Kommentare anzeigen »
Artikel nachrichten.at/apa 12. Juli 2018 - 14:33 Uhr
Mehr Weltspiegel

80 Jahre Erstbesteigung der Eiger-Nordwand: Die Lösung des letzten Problems

Wie ein böser Störenfried verdunkelte die Eiger-Nordwand das freundliche Tal von Grindelwald.

Schweden: Brände nicht löschbar

STOCKHOLM. Schweden kämpft seit Tagen gegen die heftigen Waldbrände.

Frau in Indien angeblich tagelang von dutzenden Männern vergewaltigt

NEU-DELHI. Eine Frau ist in Indien nach eigenen Angaben betäubt und vier Tage lang von dutzenden Männern ...

Überlebendes Nowitschok-Opfer aus dem Krankenhaus entlassen

SALISBURY. Ein mit dem Kampfstoff Nowitschok in Kontakt gekommener Brite ist aus dem Krankenhaus entlassen ...

Nach Schüssen auf Soldaten: Mindestens drei Palästinenser getötet

JERUSALEM / GAZA. Nach Schüssen militanter Palästinenser an der Grenze hat Israels Armee am Freitag mit ...
Meistgelesen   mehr »
Weitere Meldungen
OÖNachrichten auf Facebook OÖNachrichten auf Twitter OÖNachrichten auf Google+ OÖNachrichten RSS