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Mindestens 32 Tote bei Explosionen in somalischer Hauptstadt

MOGADISCHU. Das Zentrum der somalischen Hauptstadt Mogadischu ist am Freitag von drei schweren Explosionen erschüttert worden. Bei einem Bombenanschlag auf ein Hotel sind nach Polizeiangaben mindestens 32 Menschen ums Leben gekommen, darunter sechs der mutmaßlich islamistischen Angreifer.

Die Detonationen waren am Freitag weithin zu hören, gefolgt vom Knattern automatischer Waffen. zudem stiegen über der Stadt große Rauchsäulen auf, wie Reporter berichteten.

Die Polizei vermutete die islamistische Terrororganisation Al-Shabaab hinter dem Anschlag. Das Attentat begann nach Angaben eines Polizeibeamten, als sich zwei Selbstmordattentäter in ihren Autos am Eingang des Hotel Sahafi in die Luft sprengten, gefolgt von einer weiteren Detonation auf der Rückseite des Hotels.

Vier Al-Shabaab-Kämpfer, die das Hotel stürmen wollten, wurden der Polizei zufolge von Sicherheitsleuten getötet. Mindestens 13 Zivilpersonen kamen ums Leben, 15 weitere wurden verletzt, wie der Polizeibeamte Ali Hassan Kulmiye sagte. Das Hotel nahe der belebten Kreuzung "Kilometer vier" unweit des Flughafens ist unter anderem bei somalischen Regierungsvertreten beliebt.

Somalia ist nach einem Bürgerkrieg in den 90er-Jahren weiterhin instabil. Die islamistische Al-Shabaab-Miliz kämpft in dem Land am Horn von Afrika gegen die international anerkannte Regierung und verübt immer wieder schwere Anschläge mit vielen Toten.

Truppen der Afrikanischen Union (AU) und der somalischen Armee hatten die Miliz 2011 aus Mogadischu vertrieben. Die bewaffneten Rebellen sind aber weiterhin im Land aktiv. Neben Angriffen auf somalische oder ausländische Militärstützpunkte verüben sie immer wieder auch Anschläge in Mogadischu.

Außer AU-Truppen sind in dem ostafrikanischen Staat zur Unterstützung der Regierung auch EU-Soldaten als Berater und Ausbilder im Einsatz. Die USA beteiligen sich mit Luftangriffen am Kampf gegen die Al-Shabaab-Miliz.

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Artikel 09. November 2018 - 16:46 Uhr
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