Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Sonntag, 19. August 2018, 03:27 Uhr

Linz: 22°C Ort wählen »
 
Sonntag, 19. August 2018, 03:27 Uhr mehr Wetter »
Startseite  > Weltspiegel

Dramatischer Vorfall vor Zentrale des US-Geheimdienst NSA

WASHINGTON. Dramatischer Vorfall vor dem Hauptquartier des US-Geheimdienstes NSA nahe Washington: Ein Wagen ist durch eine Einlasssperre gepflügt und dann gegen Betonbarrieren geprallt, dabei fielen Schüsse.

Drei Menschen wurden verletzt.  Bild: (Reuters)

Wie die Bundespolizei FBI am Mittwoch mitteilte, wurden die drei Insassen der Geländelimousine festgenommen. Ihre Motive waren unklar.

Das FBI ging aber davon aus, dass der Vorfall keinen terroristischen Hintergrund hatte. Drei Menschen wurden den Angaben zufolge verletzt. Einer von ihnen ist einer der Festgenommenen, bei den anderen handelte es sich um einen Polizisten und einen Passanten. Keine der Verletzungen sei offenbar durch Schusswaffen verursacht worden, sagte der FBI-Ermittler Gordon Johnson. Zur Art der Verletzungen machte er keine präzisen Angaben. Er sagte lediglich, der Polizist und der Passant seien nicht lebensgefährlich verletzt.

"Es gibt keinen Hinweis, dass dies eine Verbindung zum Terrorismus hatte", betonte Johnson. Es handle sich offenbar um einen "isolierten Vorfall". Die NSA hatte schon kurz nach dem Vorfall am frühen Morgen (Ortszeit) mitgeteilt, die Lage sei unter Kontrolle, es gebe keine fortbestehende Sicherheitsgefährdung. US-Präsident Donald Trump wurde über die Lage informiert. "Unsere Gedanken und Gebete sind bei allen Betroffenen", erklärte das Weiße Haus.

Fernsehbilder zeigten Einschusslöcher in der Windschutzscheibe des schwarzen SUV-Wagens. Ein Mann in Handschellen saß auf dem Gehsteig nahe der Geheimdienstzentrale verlaufende Schnellstraße wurde laut NSA-Angaben in beide Richtungen gesperrt.

Das eine halbe Stunde Autofahrt von der Hauptstadt entfernte NSA-Hauptquartier in Fort Meade gehört zu den am stärksten abgesicherten Arealen des Landes. Bereits vor drei Jahren hatte sich vor seinen Toren ein Schusswaffenvorfall ereignet. Die Polizei erschoss damals einen Fahrer und verletzte einen Mitfahrer in einem SUV. Der Fahrer war den Anweisungen der Polizei nicht gefolgt, sein Fahrzeug anzuhalten.

Die beiden Männer in Frauenkleidung waren den Ermittlungen zufolge allerdings nur versehentlich vor der NSA-Zentrale gelandet. Den Aufforderungen zum Anhalten widersetzten sie sich demnach womöglich, weil sie Drogen bei sich hatten.

Die National Security Agency mit ihren enorm leistungsstarken Rechenzentren ist auf die weltweite Überwachung und Entschlüsselung von elektronischer Kommunikation spezialisiert. Durch die Enthüllungen des früheren US-Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden im Jahr 2013 war das gigantische Ausmaß ihrer Spähaktivitäten ans Licht gekommen.

Kommentare anzeigen »
Artikel nachrichten.at/apa 14. Februar 2018 - 21:29 Uhr
Mehr Weltspiegel

Genua: Autobahnbetreiber bestreitet Schuld

GENUA. Die private Betreibergesellschaft Autostrade per l'Italia hat die Verantwortung für den ...

Arzt soll Medikamente nur gegen Sex verschrieben haben

LANDSHUT. Ein Arzt soll mehreren Patientinnen Rezepte nur gegen Sex ausgestellt haben.

Trauerfeier für Opfer des Brückeneinsturzes

GENUA. In Genua haben tausende Menschen bei einer staatlichen Trauerfeier Abschied von den Opfern des ...

Mehr als 320 Tote bei schlimmster Flut seit 100 Jahren

NEU-DELHI. Der südindische Bundesstaat Kerala ist von der verheerendsten Flut der letzten 100 Jahre ...

Schweiz lehnt Einbürgerung von Muslim-Paar ab

LAUSANNE. Die Schweiz hat einem muslimischen Ehepaar die Einbürgerung verweigert, weil es den Handschlag ...
Meistgelesen   mehr »
Weitere Meldungen
OÖNachrichten auf Facebook OÖNachrichten auf Twitter OÖNachrichten auf Google+ OÖNachrichten RSS