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#AnswerLikeKurz: So spottet das Netz über den Kanzler

Antworte wie Kurz: Auf Twitter und Facebook wird der ausweichende Antwort-Stil von Sebastian Kurz zum amüsanten Klickhit.

Kurz umschiffte konkrete Antworten geschickt.  Bild: (APA/HERBERT PFARRHOFER)

Im Parlament stellte sich ÖVP-Chef Sebastian Kurz am Donnerstag erstmals als Bundeskanzler in einer Fragestunde den Abgeordneten. Die Antworten waren allerdings alles andere als befriedigend. Mit rhetorischer Raffinesse umschiffte Kurz konkrete Aussagen. 

Die reichlich unspektakulären Wortmeldungen hinderten einige Abgeordnete der SPÖ nicht daran, so laut dazwischen zu brüllen, dass ein erboster Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP) die Sitzung sogar länger unterbrechen ließ.

Anlass für die Missstimmung waren die Antworten des Kanzlers zum Rauchverbot in der Gastronomie, das nun durch einen ÖVP/FPÖ-Antrag doch nicht kommt. Kurz verwies einmal mehr darauf, dass dieser Punkt eben im Koalitionsvertrag enthalten sei. Bei Regierungsvereinbarungen müsse man Kompromisse eingehen, an die sich die Koalitionspartner zu halten hätten.

Angesichts des erfolgreichen Volksbegehrens gegen die Aufhebung des Rauchverbots betonte der Regierungschef, er und die gesamte Bundesregierung hätten Respekt vor Menschen, die sich derart engagieren. Man werde sich im Anschluss in der Regierung damit beschäftigen und das Begehren werde auch im Parlament behandelt werden.

Video: Rauchverbot beherrschte Fragestunde

Altbekanntes und wenig Dramatisches

Auch bei anderen Fragen gab Kurz Altbekanntes und wenig Dramatisches von sich. In Sachen ORF sprach er sich für einen unabhängigen öffentlich rechtlichen Rundfunk frei von parteipolitischen Interessen aus, zeigte sich aber auch "froh", dass es neben dem ORF eine breite vielfältige Medienlandschaft gebe.

Außenpolitisch betonte Kurz zum "Brexit", dass mit Steuergeld effizienter und sparsamer umgegangen werden müsse, wenn die EU kleiner werde. Dieses Thema werde die Union aber noch lange beschäftigen. In der Kosovo-Frage stellte der Kanzler klar, dass FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache kolportierte Aussagen, wonach für ihn der Kosovo Teil Serbiens sei, bereits klar gestellt habe. Dass die FPÖ hier "eine Positionierung hatte", sei allen bekannt. Man habe sich aber auf eine Regierungsposition festgelegt und die sei klar und werde von allen Regierungsmitgliedern so mitgetragen.

Und nun haben Kurz' "Ausweichmanöver" auch einen Hashtag. Unter #AnswerLike Kurz (zu deutsch: Antworte wie Kurz) machen sich Twitter-Nutzer über die ausweichenden Antworten und einen Kanzler, der sich nicht und nicht festnageln lassen möchte, lustig. Eine Auswahl:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Artikel nachrichten.at 02. März 2018 - 14:02 Uhr
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