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Do 8.04. | 14:15 - 15:00 | BR alpha
Vergesslich oder schon dement?
Hoffnung auf Therapien gegen Demenz
Wer kennt das nicht? Man sucht den Namen von Menschen oder vergisst, was man gerade tun wollte. Dann taucht die Sorge auf, ob das normal ist oder auf Alzheimer hinweist. Ist Vergesslichkeit eine Reaktion auf die Informationsflut, die der Kopf verarbeitet? Und was sind die ersten Anzeichen von Demenz? Es gibt eine Vielzahl von Krankheitssymptomen. Jutta Streeses Ehemann aus Bühl ist vor ein paar Jahren an einer seltenen Variante der Alzheimer Demenz erkrankt. Nun ist Jutta Streese beunruhigt aufgrund ihrer eigenen Vergesslichkeit. Dennoch wollen beide ihr Leben genießen und sich nicht von der Krankheit unterkriegen lassen. Demenz ist eine Krankheit, die fast jeden treffen kann, vorausgesetzt, er oder sie wird alt genug. Angesichts der immer höheren Lebenserwartung steigt das Risiko, daran zu erkranken. Bereits heute leben in Deutschland mehr als eineinhalb Millionen Menschen, die betroffen sind. In zwanzig Jahren sollen es doppelt so viele sein, wenn nicht ein Medikament gefunden wird, das Demenz stoppt oder verhindert. Laut Forschung verursacht das giftige Eiweiß Amyloid Demenz. Kann das menschliche Gehirn dieses Amyloid nicht mehr unschädlich machen, zerstört es Nervenzellen. Ziel der Mediziner ist also, dass möglichst wenig Amyloid entsteht. Zwar werden neue Medikamente bereits in Studien getestet, doch noch ist nicht erforscht, wie gut sie wirken und welche Nebenwirkungen sie haben können. Was kann jeder Einzelne gegen Demenz tun? Welche Therapien gibt es bereits, welche sind erfolgsversprechend? Und wann wird es ein wirksames Medikament gegen das Vergessen geben? Diese Sendung geht auf Spurensuche und zeigt Menschen, die Mut machen.
Reportagereihe, D 2017
Dauer: 45 min.
Kategorie: Reportagereihe