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Mo 23.11. | 00:05 - 00:35 | ARD
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Judith Zander: Johnny Ohneland (dtv) Von politischen Umbrüchen, der Auflösung gesellschaftlicher Normen und der Erforschung des eigenen Ichs - Judith Zander nimmt uns mit auf eine Reise durch die Gedanken- und Gefühlswelt einer jungen Frau, die alle vermeintlichen Gewissheiten in Frage stellt Joana ist neun Jahre alt, als sich die DDR auflöst und Joanas Heimat in einer anderen, fremden Heimat aufgeht. Alles befindet sich im Umbruch, öffentlich und privat. Judith Zander, die wie ihre Romanfigur die Wiedervereinigung als Neunjährige erlebte, schildert die Erfahrungen und Reflektionen ihrer Protagonistin Joana als ihr Alter Ego, das sich bestens auskennt in deren Gedankenuniversum. So wie die Provinz in der DDR, aus der sie stammt, nicht länger ihre Heimat ist, so will Joana auch nicht länger Joana sein, sondern Johnny, die sich von da ab nicht nur durch ihre Umbenennung einer klar definierten Zugehörigkeit verweigert und versucht, alle Lebensmodelle zu vermeiden, die aus ihrer Sicht "zu bevölkert und zu ausgetreten" sind. So wie das von Johnnys Bruder Charlie, in dem die Mutter "von Anbeginn nichts anderes hatte sehen wollen als den richtigen Jungen, aus dem sie einen echten Mann zu formen gedachte, vom hellblauen Strampler auf direktem Wege zum emotionalen Analphabeten." Mit der sensiblen und hellwachen Joana
Magazin, D 2020
Dauer: 30 min.
Kategorie: Magazin