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Millionenbetrug bei Pokerturnieren?

Von nachrichten.at/apa   08. November 2010 08:38 Uhr

Bande soll groß abkassiert haben

WIEN. Ein Deutscher soll in Österreich und anderen Ländern zahlreiche Poker-Profis um sehr hohe Summen erleichtert haben. Laut Medienberichten schaffte es eine Bande von Falschspielern offenbar innerhalb weniger Monate, in halb Europa groß abzukassieren. Der genaue Schaden sei derzeit noch gar nicht abzuschätzen.

Der Sprecher des Bundeskriminalamtes, Alexander Marakovits, konnte die Vorfälle nicht bestätigen. Schlüsselfigur soll laut den Berichten der Deutsch-Türke Ali T. sein, der im Frühjahr als Shootingstar in der Profiszene auftauchte und heuer allein bei Turnieren Hunderttausende Euro gewonnen haben soll.

Beim EPT-Turnier in Wien Ende Oktober ging er zwar nicht an den Start, laut Medien soll er jedoch bei einer Runde mit hohen Einsätzen in Saalfelden sowie in den Casinos in Bregenz und Salzburg dabei gewesen sein. In Bregenz soll er mit Hausverbot belegt worden sein.

Handzeichen

Der Verdächtige und seine Komplizen gingen demnach raffiniert vor: Einer von ihnen soll sich als Presse-Fotograf akkreditiert haben lassen. Damit gelang es ihm, ganz nahe an alle Spieler heranzukommen. Der Fotograf soll dann dem Spieler Ali T. Handzeichen gegeben haben, um das Blatt des Gegners zu verraten.

T. und ein Komplize wurden in der Nacht auf Freitag in Cannes in Frankreich enttarnt. Sie sollen den vermutlichen Betrug vor laufenden Kameras am Finaltisch weiter durchgezogen haben - als Sieger hätte T. an diesem Abend 1,3 Millionen Euro kassiert. Die französische Staatsanwaltschaft hat bereits ein Ermittlungsverfahren wegen Betrugs eingeleitet, berichtet die Internetseite .

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