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Wien-Wahl: FPÖ-Plakate für SPÖ "widerlich"

Von nachrichten.at/apa   16. August 2010 15:43 Uhr

FPÖ-Plakat

WIEN. Die FPÖ hat mit ihrer Plakatkampagne offensichtlich die heißere Phase des Wiener Wahlkampfs eingeläutet: Nach den Grünen übten am Montag auch Vertreter der regierenden SPÖ heftige Kritik an den Sujets ("Mehr MUT für unser "Wiener Blut").

Die Plakate seien in ihrer Diktion so "abstoßend und widerlich", dass nahezu jeder zunächst an eine satirische Fälschung glaube, zeigte sich SP-Rathaus-Klubchef Siegi Lindenmayr in einer Aussendung entsetzt.

Die Slogans stünden in der Tradition der "xenophoben, menschenverachtenden und aufhetzerischen Aussagen" der FPÖ unter Parteichef Heinz-Christian Strache. Dessen berühmte "drei Bier" scheinen bei der Auswahl nun endgültig den Weg in die Blutbahn gefunden zu haben, mutmaßte der rote Klubobmann.

Auch SPÖ-Landesparteisekretär Christian Deutsch wetterte: "Die aktuelle Plakat-Kampagne der FPÖ lässt an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig: Wenn Strache das 'Wiener Blut' schützen will, dann kommt dies rassistischer Hetze gleich, die klar Anleihen an der 'Blut und Boden'-Diktion des Nationalsozialismus nimmt." Die FPÖ zeige damit einmal mehr ihr wahres Gesicht.

Strache gebe sich gerne jung und dynamisch. Die aktuelle Kampagne aber mache klar, dass die Partei "von vorgestern" sei. Diese Ambivalenz habe sich zuletzt im Wahlkampf von Barbara Rosenkranz gezeigt, wo es der FPÖ-Präsidentschaftskandidatin nicht gelungen sei, sich glaubwürdig von nationalsozialistischem Gedankengut zu distanzieren.

Der FPÖ-Chef greift nach Ansicht von Deutsch nun zur "bewussten Provokation". Strache habe nichts außer große Sprüche zu bieten. Der "unerträgliche Hetzton" der aktuellen FPÖ-Kampagne sei somit ein Signal der Schwäche: "Der FPÖ-Obmann hat dieses Jahr sämtliche Wahlen verloren und steht innerparteilich immer stärker unter Druck."

Eher persönlich wurde auch die FPÖ in ihrer Reaktion auf die Aussendung von SP-Klubchef Lindenmayr: "Nachdem der wackere Siegi als der allerallerkleinste Nenner bei der seinerzeitigen SPÖ-Klubobmannsuche obsiegt hatte und seine Krawattenknoten in der Folge langsam aber sicher auf Handballgröße anwuchsen, dürfte er mittlerweile - so auch beim Verfassen der heutigen Aussendung - Probleme mit der Sauerstoffversorgung haben."

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