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Westbus will ÖBB im Fernverkehr konkurrieren

Von nachrichten.at/apa   20. November 2011 12:37 Uhr

Pendler sind wichtige Kunden für Westbahn
Probefahrten des neuen Anbieters auf der Westbahn

WIEN. Mit Beginn des ÖBB-Winterfahrplans am 11. Dezember 2011 nimmt nicht nur die neue Westbahn sondern auch der Westbus seinen Betrieb auf. Das Partnerunternehmen vom Westbahn-Betreiber Rail Holding (49 Prozent) und dem Busunternehmer Blaguss Reisen (51 Prozent) will Fernbusverkehr innerhalb Österreichs etablieren.

Dabei bringe das drittgrößte österreichische Busunternehmen Blaguss die Konzessionen und das Know how ein, das Marketing und Design komme von der neuen Westbahn, sagte Projektkoordinatorin Alrun Mayer.

Der Westbus biete ein eigenständiges Verkehrsnetz, allerdings immer mit Anknüpfungspunkt an die Westbahn. Rein als "Zubringerverkehr" zum neuen Bahnbetreiber von Stefan Wehinger, Peter Haselsteiner und der französischen Staatsbahn SNCF will Mayer den Westbus aber nicht sehen. Befahren werden Hauptverkehrsstrecken durch Österreich, mit Ausnahme der Westbahn-Strecke Wien-Salzburg. Der Westbus fährt zwar auf der Straße, macht aber durch den Fernverkehr dem ÖBB-Bahnangebot und nicht dem regional agierenden Postbus direkte Konkurrenz.

Für 19 Euro nach Graz

Eine "leistbare Alternative" zur Bahn böten die Verbindungen Graz-Linz (19 Euro), Wien-Klagenfurt (29 Euro), Klagenfurt-Villach-Salzburg (19 Euro) und Linz-Ceske Budejovice-Prag (19 Euro) - alle zweimal täglich. Auf der Südstrecke fährt der Westbus durch die Obersteiermark und nicht über Graz, eine Umsteigemöglichkeit gibt es in St. Michael. Von Salzburg bis zum Flughafen München (29 Euro) wird viermal täglich ein Zubringerverkehr zu beiden Terminals ohne Umsteigen angeboten.

Bei den Preisen habe man sich an den ermäßigten ÖBB-Preisen (mit Vorteilscard) orientiert, für Kunden ohne Vorteilscard sei der Westbus günstiger als ein ÖBB-Ticket, meint Mayer. Die Tickets werden für eine bestimmte Fahrzeit gekauft. Der Ticketkauf werde bis zu vier Stunden vor Abfahrt online möglich sein, mit dem Ticket sei dann ein Sitzplatz im Bus garantiert. Tickets könnten aber auch direkt bei den Bussen gekauft werden - nach Maßgabe der freien Plätze. Eine Verschiebung der Fahrt könne bis vier Stunden vor Abfahrt online erfolgen.

Die Busfahrten in Setra-Bussen von Daimler sollen für die Passagiere durch Sitze mit Klapptisch und Beinfreiheit, Gratis-WLan, Getränkeautomat und Toilette im Bus angenehmer werden. Als Zielgruppe für den Westbus sieht Mayer primär Studenten und Pensionisten.

Expansionspläne

Die Geschäftsführung der Westbus GmbH haben derzeit Rail Holding-Geschäftsführer Stefan Wehinger und Paul Blagusz in einer Doppelspitze inne. Wehinger hat angekündigt, seine Funktion im Laufe des Jahres 2012 an Mayer zu übergeben.
Noch vor der Aufnahme des Fahrbetriebs werden schon Expansionspläne gewälzt: So sollen in einen zweiten Schritt auch Ziele von Euro-Lines ins Westbus-Netz aufgenommen werden. In Kooperation mit Reisebüros sollen Packages mit Übernachtungen angeboten werden.

Der Westbus will im Jahr 2012 eine Auslastung von mindestens 25 Prozent erreichen. Im dritten Jahr sollen dann die Anlaufkosten verdient sein. Blaguss habe für das Projekt 10 Busse neu gekauft und 4 Mio. Euro investiert. Die Vorlaufkosten auf Westbahn-Seite lägen bei ca. 750.000 Euro.

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