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Strache will nicht Bundespräsident werden

Von nachrichten.at/apa   13. Januar 2016 12:59 Uhr

Landhausgeflüster
Strache in Wels

WIEN. FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache hat sich für die Bundespräsidenten-Wahl aus dem Spiel genommen.

Er strebe nach wie vor das Bundeskanzler-Amt an, sagte er am Mittwoch bei einer Pressekonferenz. Wen die Freiheitlichen für das oberste Amt im Staat nominieren wollen, ließ Strache weiter offen. "Wir haben keinen Zeitdruck", sagte er dazu. Mögliche Kandidaten gebe es einige, stellte er in Aussicht.

"Ich wäre sicherlich ein guter Bundespräsident, aber sicher ein besserer Bundeskanzler", antwortete der FPÖ-Obmann auf die Frage, ob er vielleicht selbst Kandidat für die Hofburg werden könnte. Noch stehe nicht einmal fest, ob die Freiheitlichen einen Kandidaten nominieren werden: "Wüssten wir es, würden wir heute ein Ergebnis präsentieren." Zeit habe man jedenfalls genug, Strache stellte eine Entscheidung für Mitte Februar in Aussicht. Zunächst gelte es einmal zu bewerten, zu beurteilen und potenzielle Kandidaten eventuell zu einem Hearing einzuladen.

Eher abgeneigt zeigte sich Strache zu den bereits fixen Bewerbern. Es handle sich bei allen durchaus um "Kompromisse" aber eher nicht um den "Optimalzustand" für die Freiheitlichen. Zudem verfüge man selbst über genug Personalreserven. "Es gibt einige verdienstvolle Persönlichkeiten, die dafür infrage kommen", betonte der FPÖ-Chef und nannte Namen, mit denen bereits öffentlich spekuliert worden war, wie Volksanwalt Peter Fichtenbauer und abermals Rechnungshofpräsident Josef Moser. Der blaue Dritte Nationalratspräsident Norbert Hofer habe sich ja bereits eher abgeneigt geäußert.

Verärgert zeigte sich Strache über die von diversen Medien gestellte Frage an bereits fixe Präsidentschaftskandidaten, ob diese ihn im Falle eines Wahlsiegs zum Kanzler angeloben würden. "In einer Demokratie sollte selbstverständlich ein Wahlergebnis akzeptiert werden", kritisierte er etwa Aussagen des grünen Kandidaten Alexander Van der Bellen. "Wer nicht bereit ist, das zu tun, stellt sich außerhalb des Verfassungsbogens", verglich der FPÖ-Chef derartige Ansichten mit den Zuständen in einer Diktatur.

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