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Starker Sonnensturm erreicht die Erde

Von nachrichten.at/apa   09. Januar 2014 08:43 Uhr

Warnungen vor starkem Sonnensturm

GÖTTINGEN. Ein heftiger Sonnensturm ist am Donnerstag gegen 5.00 Uhr auf der Erde angekommen. Etwa zwölf Stunden später soll der geomagnetische Sturm seinen Höhepunkt erreichen.

Nach ersten Berechnungen des Instituts für Astrophysik an der Universität Göttingen war ein Teil der Plasmawolke mit einer Geschwindigkeit von 1.500 Kilometern pro Sekunde unterwegs. 

Im Norden Europas könnten bei klarem Wetter zwischen Donnerstagabend und Freitagfrüh Nordlichter zu sehen sein. "Das ist schon ein heftigeres Ereignis, das sich dadurch hervortut, dass es sehr energiereiche Protonen ausgesandt hat", erklärte Werner Curdt vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Katlenburg-Lindau bei Göttingen am Mittwoch. Diese positiv geladenen Teilchen könnten bis zur Erdoberfläche durchdringen - gefährlich sei das aber nicht. 

50 von 10.000 Sonnenstürmen so heftig

Der Sonnensturm wird sich im Alltag der Menschen voraussichtlich nicht bemerkbar machen. "Das ist erst mal weniger wahrscheinlich", sagte der Astrophysiker Volker Bothmer von der Universität Göttingen am Donnerstag.

Zwar seien nur höchstens 50 von 10.000 Sonnenstürmen so heftig wie dieser. Allerdings hätten im Oktober 2003, als Flugzeuge am Boden bleiben mussten, gleich zwei Stürme nacheinander die Erde getroffen.

Als Folge der am Mittwoch deutlich erhöhten Strahlung im All war der Raumfrachter "Cygnus" nicht wie geplant zur Internationalen Raumstation ISS aufgebrochen. Nach Angaben der US-Raumfahrtbehörde NASA war ein neuer Startversuch für Donnerstag (Ortszeit) geplant. "Das müsste problemlos erfolgen können", sagte Bothmer.

Bild- und Funkstörungen

Etwa eine halbe Stunde nach einer Eruption auf der Sonne breiteten sich im Weltraum energiereiche Teilchen aus, die etwa in der Elektronik von Raumfahrzeugen Probleme auslösen können. Auf der Erde treffe ein Sonnensturm aber mindestens 14 Stunden bis zwei Tage später ein. 

Sonnenstürme können vorübergehende Störungen in (Mobil-)Funk-Netzen auslösen oder Bildstörungen auf elektronischen Geräten verursachen. Bei Überlandleitungen oder Pipelines können die Ströme durch den Sturm drastisch reduziert werden. 

Bei Sonden, die im Orbit Bilder etwa von Sternen aufnehmen sollen, gäbe es bereits deutliche Bildstörungen. Zudem könnten Messstationen auf der Erde, die Höhenstrahlung messen, höhere Werte als sonst aufzeichnen. "Es sieht so aus, als ob der als moderat klassifizierte Sturm uns nicht voll trifft, sondern nur streift", sagte Curdt. Dass auch von Deutschland aus Polarlichter zu sehen sein werden, halte er eher für unwahrscheinlich - ausschließen wolle er es aber nicht.

Wikipedia über Magnetische Stürme 

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