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Schweinegrippe - Küsschen- und Begrüßungsverbot im Saarland

Saarbrücken - Der Saarbrücker Landtag hat drastische Vorsorgemaßnahmen gegen die Schweinegrippe getroffen: Landtagsdirektor Christof Zeyer untersagte in einer Rundverfügung am Mittwoch sowohl das im Saarland so beliebte Küsschen zur Begrüßung als auch das Händeschütteln.

„Viren verbreiten sich besonders dann, wenn Menschen einander nahekommen“, mahnt das Schreiben.

Konkrete Verhaltensrichtlinien der Rundverfügung

„Beugen Sie einer Ansteckung vor, indem Sie nach Möglichkeit Abstand zu anderen halten. Verzichten Sie beispielsweise auf Händeschütteln oder Küsschen zur Begrüßung“, heißt es wörtlich in der „Rundverfügung Nr.2/2009“, die am Mittwoch von der SPD-Fraktion im saarländischen Landtag der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Weiters wird regelmäßiges Händewaschen als Vorbeugemaßnahme empfohlen: „Auf den Toiletten des Landtags wird Desinfektionsmittel bereitgestellt werden. Verwenden Sie dieses statt normaler Seife.“

Weitere Auswirkungen des H1N1-Virus

Ein US-Kriegsschiff musste wegen des Ausbruchs der Schweinegrippe einen humanitären Einsatz im Südpazifik absagen, nachdem bei einem Matrosen des Landungsschiffs „Dubuque“ die Krankheit nachgewiesen worden war. Das Schiff sollte ab dem 1. Juni vier Monate lang auf Samoa, den Solomon-Inseln, Tonga, Kiribati und den Marshall-Inseln medizinische und technische Hilfe liefern. In Brunei wurden vorübergehend 200 britische Soldaten in Quarantäne gesteckt, weil drei von ihnen Grippesymptome zeigten. Der Verdacht bestätigte sich nicht.
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Artikel apa/nachrichten.at 06. Mai 2009 - 15:56 Uhr
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