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Risse in britischem AKW Hunterston gefunden

Von nachrichten.at/apa   06. Oktober 2014 12:59 Uhr

LONDON. Im Reaktorkern des britischen AKW Hunterston sind Risse gefunden worden. Zwei von rund 3.000 Grafitblöcken zur Abschirmung von Strahlung sind betroffen, teilte die Betreiberfirma EDF am Montag laut dem Sender BBC mit.

Die Schäden würden die Sicherheit des Meilers jedoch nicht beeinträchtigen. Gegner warnen dennoch vor ähnlichen Problemen in anderen britischen AKW.

Die Risse werden nach Angaben von Wissenschaftern durch jahrelange Strahlenwirkung auf die Grafitblöcke ausgelöst, die nach einer Zeit schrumpfen. Das geschieht jedoch unregelmäßig und es kommt zu den Frakturen in den Mineralbausteinen. Von der zuständigen Regulierungsbehörde ONR heißt es, der Betreiber müsse nachweisen, dass sich der Schaden auch künftig in Grenzen halte. Andernfalls könnte die Lebensdauer des schottischen Reaktors verkürzt werden.

Großbritannien plant derzeit den Ausbau der Atomkraft. In dem AKW Hinkley Point soll der französische Konzern Areva unter großzügigen Subventionen des britischen Staates zwei neue Reaktoren bauen. Die EU-Kommission könnte noch am Mittwoch grünes Licht für die Staatszuschüsse geben - wir berichteten über die Ängste, dass die Entscheidung die Türen für einen Temelin-Ausbau öffnet. Österreich überlegt im Fall einer positiven Entscheidung eine Nichtigkeitsklage gegen den AKW-Ausbau vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH).

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