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Prozess nach Abschuss von Nationalpark-Luchs

STEYR. Eine 64-jährige Jägerin muss sich am 5. November wegen des Abschusses eines Luchses aus dem Nationalpark Kalkalpen vor dem Landesgericht Steyr verantworten.

Luchs-Jägerin angeklagt

Luchse stehen unter Schutz und dürfen nicht gejagt werden. Bild: Weihbold

Da sie prinzipiell eine Jagdberechtigung hatte, wird ihr nicht der Tatbestand der Wilderei, sondern vorsätzliche Schädigung des Tier- oder Pflanzenbestandes und Tierquälerei zur Last gelegt. Ein Urteil wird noch am selben Tag erwartet.

Der Fall war ins Rollen gekommen, nachdem bei einem Präparator in der Tiefkühltruhe Torso und Kopfeines Pinselohres gefunden worden waren. Gegen den Mann wird noch ermittelt. Als Schütze war zunächst ein 64-jähriger Jäger ins Visier der Ermittler geraten, dann gab aber seine Frau die Tat zu. Sie will den Luchs mit einem Fuchs verwechselt haben. Für die Staatsanwaltschaft ist das wenig glaubhaft. Man verlange, dass ein Jäger wisse, worauf er schießt, hieß es seitens der Anklagebehörde.

Der Nationalpark Kalkalpen betreibt ein Wiederansiedlungsprogramm für Luchse und vermisst seit Längerem mehrere männliche Tiere. Nach dem Fund in der Tiefkühltruhe wurde das Tier durch ein DNA-Gutachten aus der Schweiz identifiziert. Demnach handelt es sich um einen männlichen Nachkommen des ebenfalls verschollenen "Juro" und der Luchsin "Freia". Die Katze, die in der Anklageschrift die Bezeichnung "B7" trägt, dürfte zum Zeitpunkt ihres Todes etwa elf oder zwölf Monate alt gewesen sein. Laut Ermittlungen erfolgte der Abschuss im Frühling 2013 im Raum Weyer.

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Artikel nachrichten.at/apa 28. Oktober 2015 - 12:17 Uhr
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