Portugal streicht vier Feiertage wegen Finanzkrise

LISSABON. Neben dem "Fest der Republik" am 5. Oktober und dem Unabhängigkeitstag am 1. Dezember müssen die Portugiesen ab 2013 auch zu Fronleichnam und zu Allerheiligen arbeiten.
Das von der Finanzkrise schwer getroffene Portugal streicht demnach vier der derzeit landesweit gültigen 14 Feiertage, berichtet Kathpress am Mittwoch.
Die Maßnahme ist vorerst auf fünf Jahre befristet. Das Aussetzen der Feiertage solle Portugal dabei helfen, die schwere Wirtschafts- und Finanzkrise zu überwinden, hieß es in einer Regierungserklärung. Man erhoffe sich von der Maßnahme eine Ankurbelung der Wirtschaft.
Der Entscheidung waren in den vergangenen Wochen Verhandlungen zwischen dem Vatikan und portugiesischen Regierungsvertretern vorausgegangen, da die kirchlichen Feiertage auch in dem seit 2004 gültigen Konkordat geregelt sind. Die portugiesische Regierung erklärte laut Medienberichten, dass der Vatikan selbst entschieden habe, welche Feiertage ausgesetzt werden könnten.