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Österreich windet sich zum Rauchverbot

Der Streit um ein generelles Rauchverbot hat in Österreich Tradition. 1993 scheiterte der damalige Gesundheitsminister Michael Ausserwinkler (SP) mit dem ersten Versuch eines Tabakgesetzes.

Der Streit um ein generelles Rauchverbot hat in Österreich Tradition. 1993 scheiterte der damalige Gesundheitsminister Michael Ausserwinkler (SP) mit dem ersten Versuch eines Tabakgesetzes. Zwei Jahre später brachte es dann seine Nachfolgerin Christa Krammer (SP) auf Schiene.

Vom geplanten Rauchverbot war damals wenig übrig geblieben. In ortsfesten Einrichtungen des öffentlichen und privaten Bus-, Schienen-, Flug- und Schiffsverkehrs mussten erstmals Nichtraucherzonen geschaffen werden.

Im Jahr 2001 wurde das Rauchen am Arbeitsplatz – mit Ausnahmen für getrennte Raucherräume – verboten. Zum Jahresanfang 2002 wurden die Bestimmungen im Sinne des Arbeitnehmerschutzes noch einmal verschärft. Drei weitere Jahre dauerte es, um das Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden im Gesetz zu verankern und ernsthaft umzusetzen. Amtshäuser, Universitäten und Einkaufszentren müssen seither klar als dunstfreie Zonen ausgeschildert sein.

Während an Schulen seit dem Jahr 2006 nicht mehr geraucht werden darf, sind die Österreichischen Bundesbahnen und ihre Bahnhöfe seit 2007 gänzlich rauchfrei. Wer allerdings bisher an öffentlichen Orten rauchte, musste keine Strafe fürchten. Denn kontrolliert wurde nur, ob gegen die „Ausschilderungsverpflichtung“ verstoßen wurde.

Das ändert sich ab dem 1. Jänner 2009: Das Rauchen wird in öffentlichen Gebäuden kontrolliert, und Vergehen werden geahndet. In der Gastronomie sind vor allem die Lokalbetreiber betroffen: Verletzen sie ihre „Durchsetzungspflicht“, drohen saftige Geldstrafen. (mv)

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Artikel nachrichten.at/apa 08. November 2008 - 00:00 Uhr
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