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Mittelalterlicher Geheimgang in Oberösterreich entdeckt

Von nachrichten.at/apa   10. August 2012 17:20 Uhr

OBER…STERREICH: MITTELALTERLICHER GEHEIMGANG IN ALTENFELDEN ENTDECKT
Ein rund sieben Meter langer, mittelalterliche Geheimgang ist bei Aushubarbeiten in Steinerberg in der Gemeinde Altenfelden im Bezirk Rohrbach gefunden worden, als der Bagger in etwa eineinhalb Meter Tiefe einen Hohlraum anschnitt. Forscher des Vereins für Höhlenkunde stellten in einer Untersuchung fest, dass es sich um einen sogenannten "Erdstall" handelt. Er wurde vermutlich im 12. Jahrhundert angelegt. Er beginnt in einer niedrigen Kammer und setzt sich in einer nur auf dem Bauch robbend zu passierenden Engstelle in einen Gang fort, der bald endet. Die unterirdische Anlage befindet sich nahe einem Bauernhof. Er gehörte im Mittelalter zur Burg Steinerberg und versorgte deren Bewohner mit Lebensmitteln.

LINZ. In Oberösterreich ist neuerlich ein mittelalterlicher Geheimgang entdeckt worden. Er dürfte als Versteck vor Räuberbanden gedient haben, als einziger der bisher bekannten blieb er jedoch unvollendet.

Das gab der Landesverein für Höhlenkunde in einer Presseaussendung Freitagnachmittag bekannt.

Der Geheimgang ist bei Aushubarbeiten in Steinerberg in der Gemeinde Altenfelden im Bezirk Rohrbach gefunden worden, als der Bagger in etwa eineinhalb Metern Tiefe einen Hohlraum anschnitt. Forscher des Vereins für Höhlenkunde stellte in einer Untersuchung fest, dass es sich um einen sogenannten "Erdstall" handelt. Er wurde vermutlich im 12. Jahrhundert angelegt. Er beginnt in einer niedrigen Kammer und setzt sich in einer nur auf dem Bauch robbend zu passierenden Engstelle in einen Gang fort, der bald endet. Die Gesamtlänge beträgt sieben Meter.

Die unterirdische Anlage befindet sich nahe eines Bauernhofs. Er gehörte im Mittelalter zur Burg Steinerberg und versorgte deren Bewohner mit Lebensmitteln. Der Gang wurde aber nicht vollendet, weil die geologischen Bedingungen an dieser Stelle ungünstig sind - massiver Fels und verwitterter Granit wechseln sich ab - und deshalb Einsturzgefahr bestand.

In Oberösterreich sind noch 25 Erdställe zugänglich. Vermutlich wurden sie als Zufluchtsort angelegt, damit sich Frauen und Kinder vor herumziehenden Räuberbanden verstecken konnten.

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