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Mit Katzenstreu beladener Lkw drohte von Brücke zu stürzen

Von nachrichten.at/apa   19. Januar 2012 16:05 Uhr

Lkw drohte von Brücke zu stürzen

KLAGENFURT. Vor dem Absturz bewahrten Einsatzkräfte einen Sattelschlepper, der auf der Tauernautobahn in Kärnten die Leitschiene der Seebachbrücke durchbrochen hatte und über die Fahrbahn ragte.

Ein 43 Jahre alter Kraftfahrer aus Slowenien hat Donnerstagmittag auf der Tauernautobahn im Bereich des Knoten Spittal/Millstätter See mit seinem Lkw die Leitschiene der rund 80 Meter hohen Lieserschluchtbrücke durchbrochen und drohte abzustürzen. Der Lkw kam wegen eines Reifenplatzers ins Schleudern. Teile der Ladung - 24 Tonnen Katzenstreu (ersten Berichten zufolge handelte es sich um Sand beziehungsweise Zement)- und der Leitschiene stürzten in die Tiefe. Diesel trat aus und wurde von der Feuerwehr gebunden. Verletzt wurde niemand.

60 Feuerwehrleute aus Spittal, Seeboden und Lendorf sicherten den Laster, damit er nicht abstürzten konnte. "Es sind zwei spezielle Bergungskräne eingetroffen. Die Bergung wird aber noch dauern, damit nicht weitere Teile der Leitschiene, des Lasters oder Material in die Tiefe stürzen", sagte der Seebodener Feuerwehrkommandant Leonhard Heitzmann. Ein Absturz war laut Polizei dank der raschen Sicherungsmaßnahmen zu diesem Zeitpunkt nicht mehr möglich.

Fahrer geschockt, aber unverletzt

Der Lkw-Lenker befreite sich selbst aus der Kabine und erlitt einen leichten Schock. "Es gibt keine Hinweise auf eine Übermüdung oder eine Alkoholisierung des Kraftfahrers", sagte ein Polizist.

Die A10 wurde in Richtung Villach gesperrt, wie auch die unter der Brücke hindurchführende Katschbergstraße (B99) zwischen Spittal und Seeboden.

Aus Norden nachkommende Fahrzeuge wurden in Gmünd (Bezirk Spittal) von der Autobahn geleitet, der Stau reichte bis dorthin zurück. Ein Autobahnpolizist sprach von "keinen Problemen beim Bilden der Rettungsgasse im Stau". Bei Spittal-Ost konnten die umgeleiteten Fahrzeuge wieder auf die Tauernautobahn auffahren.

Die Feuerwehr band auch aus dem beim Unfall beschädigten Sattelschlepper ausgeflossenen Dieseltreibstoff, von dem ein Teil auch in den Oberflächenabwasserkanal der 180 Meter langen Brücke gelangte.

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