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Aktuelle Meldungen

Libyen: Einigung über NATO-Schlüsselrolle, Berlin zieht sich zurück

Von nachrichten.at/apa/OÖNachrichten   22. März 2011 00:04 Uhr

Grafik Einsatz Libyen
Der internationale Einsatz im Detail.

TRIPOLIS. Die NATO will nun Schiffe vor dem libyschen Hafen kontrollieren. FDP-Chef Guido Westerwelle will Gaddafi das Öl abdrehen. Die Kritik an den Einsätzen aus dem Westen geht weiter, Spanien sieht sich vor einer dreimonatigen Mission.

Ministerpräsident Ali al-Mahmoudi kündigt Waffenruhe an

Nach dem Eingreifen der NATO hat die Regierung in Tripolis nach Angaben von UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon erneut einen Waffenstillstand angekündigt.

Einigung über NATO-Schlüsselrolle

Die USA, Frankreich und Großbritannien haben sich auf eine Führungsrolle der NATO beim Militäreinsatz in Libyen verständigt.  Die Mitgliedsstaaten der NATO hatten seit Tagen über die Rolle der Militärallianz im Libyen-Konflikt diskutiert.

Berlin zieht sich aus NATO-Operationen zurück

Nach dem Eingreifen der NATO in den Libyen-Konflikt hat die deutsche Bundesregierung alle deutschen Kräfte aus den Bündnisoperationen im Mittelmeer zurückgezogen. Die NATO hatte zuvor mit einem Marine-Einsatz zur Umsetzung des vom UN-Sicherheitsrat beschlossenen Waffenembargos gegen Libyen begonnen.

Briten wollen Gaddafi loswerden

Großbitannien interpretiert die UN-Resolution auf seine eigene Weise und sieht auch Angriffe auf Gaddafidurch die Resolution gedeckt.

Westallianz schießt libysches Flugzeug ab

Die westliche Allianz soll am Dienstag ein libysches Militärflugzeug mit mehreren Besatzungsmitgliedern an Bord abgeschossen haben. Der Angriff erfolgte etwa 60 Kilometer östlich der Rebellenhochburg Benghazi.

Algerien fordert Einstellung der Militäraktion

Algerien hat am Dienstag die sofortige Einstellung der ausländischen Militärintervention im Nachbarland Libyen gefordert. Der algerische Außenminister Mourad Medelci betonte bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow, die alliierten Luftschläge hätten die „schwere Krise“, in der sich Libyen befindet, nur noch verstärkt.

Libyen lässt US-Reporter frei

Vier Journalisten der „New York Times“ wieder frei. Sechs Tage waren die drei Männer und eine Frau in der Gewalt von Soldaten und Funktionären des libyschen Diktators Muammar al-Gaddafi.

Hague: Militäreinsatz erst bei Waffenruhe zu Ende

Der Einsatz der Alliierten in Libyen wird nach Angaben des britischen Außenministers William Hague erst zu Ende sein, „wenn es eine vollständige Waffenruhe und ein Ende der Angriffe auf Zivilisten“ gibt. Er sagte, dass in der Region in Zukunft noch viel passieren werde. „Wir sind erst im frühen Stadium dessen, was in Nordafrika und im Nahen Osten passiert.“

Frankreich schließt Einsatz von Bodentruppen aus

Frankreich wird keine Bodentruppen nach Libyen schicken. Premierminister Francois Fillon betonte am Dienstag im Parlament, eine solche Option sei „explizit ausgeschlossen“. Es gehe nicht an, dass sich Frankreich an die Stelle des libyschen Volkes setze, das sein Schicksal selbst in die Hand nehmen müsse.

Jeremic: Serbien ist „besorgt und unglücklich“

Der serbische Außenminister Vuk Jeremic hat sich wegen der aktuellen Situation in Libyen „besorgt und unglücklich“ gezeigt. Es sei derzeit am wichtigsten, dass die Kampfaktivitäten und das Leiden der Zivilisten gestoppt würden, erklärte der Chefdiplomat am Dienstag gegenüber Medien.

Spanisches Parlament billigt Militäraktion

Das Madrider Parlament hat die Teilnahme spanischer Soldaten am internationalen Militäreinsatz in Libyen fast einstimmig gebilligt. 336 Abgeordnete unterstützten am Dienstag bei drei Gegenstimmen und einer Enthaltung die Entsendung spanischer Kampfflugzeuge und Kriegsschiffe nach Libyen.

Detaillierte Satellitenbilder aus Hunderten Kilometern Höhe

Nationen wie Frankreich, Großbritannien und die USA setzen seit Jahrzehnten Spionagesatelliten ein, um allzeit aktuelle Lagebilder erstellen zu können. Die Satelliten liefern auch beim Libyen-Einsatz noch aus Hunderten Kilometern Höhe bis auf wenige Zentimeter genaue, dreidimensionale Darstellungen von feindlichen Zielen wie Flugzeugen, Radaranlagen und Raketenstellungen.

Aufständische: 40 Tote in Stadt Misrata

Bei den Gefechten zwischen Aufständischen und Regierungstruppen in der libyschen Stadt Misrata (Misurata) sollen 40 Menschen getötet worden sein. Das meldete der Nachrichtensender Al-Arabija am Dienstag unter Berufung auf die Übergangsregierung in der Stadt Benghazi (Bengasi).

NATO will Waffenembargo auf See durchsetzen

Die NATO wird in Kürze beginnen, Schiffe auf dem Weg in libysche Häfen auf Waffen zu kontrollieren. Die Botschafter der 28 NATO-Staaten einigten sich nach Angaben von Diplomaten am Dienstag in Brüssel auf die Umsetzung des vom UN-Sicherheitsrat beschlossenen Waffenembargos.

Flugzeugträger „Charles de Gaulle“

Ein schwimmender Militärflughafen mit Atomantrieb und etwa 2.000 Mann Besatzung - das ist der französische Flugzeugträger „Charles de Gaulle“, der sich derzeit vor der libyschen Küste aufhält. Er hat 14 Kampfjets vom Typ Rafale und Super Etendard, zwei Aufklärungsflugzeuge und fünf Hubschrauber an Bord.

Rom stellt Notfallplan für Aufnahme von 50.000 Flüchtlingen vor

Die italienische Regierung hat am Dienstag einen Notfallplan für die nordafrikanische Flüchtlinge vorgestellt, die seit Wochen die Küsten Süditaliens erreichen. Laut dem Plan sollen die italienischen Regionen je nach Einwohnerzahl insgesamt bis zu 50.000 Flüchtlinge aufnehmen, berichtete der italienische Innenminister Roberto Maroni.

Sieben westliche Journalisten in Gaddafis Gewalt

Sie könnten zum Faustpfand des libyschen Machthabers werden: Sieben ausländische Journalisten befinden sich nach Informationen der Menschenrechtsorganisation Reporter ohne Grenzen (ROG/RSF) derzeit in der Hand des Militärs von Muammar al-Gaddafi. Die Organisation zeigte sich am Dienstag besorgt über die Situation.

Westerwelle dringt auf baldiges Ölembargo

Deutschland will noch in dieser Woche ein Öl- und Gasembargo gegen Libyen in der EU durchsetzen. „Es kann nicht sein, dass einerseits militärische Aktionen geflogen werden, andererseits aber immer noch nicht ausgeschlossen ist, dass noch Öl- und Gasgeschäfte mit dem System Gaddafi stattfinden“, sagte der FDP-Chef am Dienstag in Berlin.

Spanien: Libyen-Mission dauert bis zu drei Monate

Die spanische Regierung geht davon aus, dass die internationale Militäraktion in Libyen voraussichtlich einen bis drei Monate dauern wird. Ministerpräsident Jose Luis Rodriguez Zapatero stellte am Dienstag im Madrider Parlament den Antrag, den Einsatz spanischer Kampfflugzeuge bei der Schaffung einer Flugverbotszone in Libyen für eine Zeit von einem Monat zu billigen.

Türkei auf dem Drahtseil

Nicht nur die Regierung in Berlin ist durch den raschen Vorstoß ihrer westlichen Verbündeten bei den Militärschlägen gegen den libyschen Machthaber Muammar al Gaddafi in eine schwierige politische Situation geraten. „Was hat die NATO eigentlich in Libyen verloren?“, fragte der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan schon vor drei Wochen.

Neue Luftangriffe - Kritik an Einsatz wächst

Ungeachtet zunehmender Kritik geht der Westen weiter massiv mit Luftangriffen gegen das Regime von Libyens Machthaber Muammar al-Gaddafi vor. Der Einsatz der westlichen Allianz konzentrierte sich in der Nacht zum Dienstag vor allem auf Militärflughäfen und Stützpunkte der libyschen Marine.

UN: Höhere Preise für Nahrung erschweren Versorgung

Mitten im Kampf um Libyen steigen dort die Preise für Grundnahrungsmittel wie Mehl, Reis und Brot stark an. Wie das UN-Welternährungsprogramm (WFP) am Dienstag in Rom und Kairo mitteilte, bereitet die angespannte Versorgungslage in Libyen große Sorgen.

Lega Nord stellt Berlusconi Bedingungen für Libyen-Einsatz

Italien hat sich zwar in die „Koalition der Willigen“ gegen den libyschen Machthaber Muammar al-Gaddafi eingereiht, doch die Beteiligung an der Militäraktion droht die Regierungskoalition in Rom zu spalten. Die Lega Nord distanziert sich vom Angriff gegen die einstige Kolonialmacht, mit der die Regierung Berlusconi erst vor zweieinhalb Jahren einen Freundschaftspakt abgeschlossen hatte.

Erster US-Kampfjet über Libyen abgestürzt - Ursache unklar

Drei Tage nach Beginn des internationalen Militäreinsatzes ist in Libyen erstmals ein amerikanischer Kampfjet abgestürzt. Man gehe zunächst nicht davon aus, dass die Maschine vom Typ F-15 E von feindlichem Beschuss getroffen worden sei, sagte ein Sprecher des US-Afrikakommandos (Africom) am Dienstag in Stuttgart.

5.500 Flüchtlinge auf Lampedusa: Angst vor Epidemien

Auf der Mittelmeerinsel Lampedusa eskaliert der Flüchtlingsnotstand. In der Nacht auf Dienstag erreichten wieder 164 nordafrikanische Migranten die Insel zwischen Sizilien und Tunesien. Damit stieg die Zahl der Flüchtlinge auf der Insel auf 5.500.

Südafrikanischer Präsident Zuma kritisiert Angriffe

Der südafrikanische Präsident Jacob Zuma hat die Luftangriffe des Westens in Libyen kritisiert. „Als Südafrikaner sagen wir nein zum Töten von Zivilisten, Nein zur Doktrin des Regimewechsels und Nein zu einer ausländischen Besetzung Libyens“, betonte Zuma nach Presseberichten vom Dienstag.

Vermisste Journalisten offenbar in Hand der Armee

Die beiden in Libyen vermissten Journalisten der Nachrichtenagentur AFP sind offenbar in der Hand der Armee. Der 38-jährige britische Reporter Dave Clark und der 45-jährige deutsche Fotograf Roberto Schmidt seien am Samstag von libyschen Soldaten in der Region Tobruk abgeführt worden, berichtete ihr Fahrer Mohammed Hamed.

Türkei will UN-Führung für Militär-Einsatz

Das NATO-Land Türkei hat nach Kritik am Vorpreschen Frankreichs eine Führung des Militäreinsatzes in Libyen durch die Vereinten Nationen gefordert. „Der Libyen-Einsatz sollte unter dem Dach der UN ausgeführt werden. Die UN sollten die Entscheidungen treffen“, zitierten türkische Medien am Dienstag Außenminister Ahmet Davutoglu.

China fordert ein Ende der Kämpfe

China hat ein sofortiges Ende der Kämpfe in Libyen gefordert. Die Volksrepublik lehne die Anwendung von Gewalt ab, die zu zivilen Opfern und einer humanitären Krise in Libyen führen könnte, sagte die Sprecherin des Außenministeriums in Peking, Jiang Yu, am Dienstag.

Berlusconi bedauert Gaddafi

Der italienische Regierungschef Silvio Berlusconi bedauert den libyschen Machthaber Muammar al-Gaddafi, mit dem er in den vergangenen Jahren freundschaftliche Beziehungen aufgebaut hatte. „Es tut mir wegen Gaddafi leid. Das was in Libyen geschieht, trifft mich persönlich“, sagte Berlusconi nach Angaben italienischer Medien.

Britisches Parlament stimmte mit großer Mehrheit für Einsatz

Das britische Parlament hat mit großer Mehrheit für das militärische Eingreifen in Libyen gestimmt. Nach einer sechsstündigen Debatte schlossen sich in der Nacht zum Dienstag fast alle Abgeordneten der Entscheidung von Premierminister David Cameron an, Kampfflugzeuge zur Durchsetzung der von der UN beschlossenen Flugverbotszone in dem nordafrikanischen Land zu schicken. Lediglich 13 von 570 Parlamentsmitgliedern votierten dagegen.

UN-Sicherheitsrat kommt Donnerstag erneut zusammen

Nach Beginn des internationalen Militäreinsatzes in Libyen will der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen am Donnerstag zu einer neuen Sitzung zusammenkommen. Das Treffen werde mit einem Bericht von UN-Generalsekretär Ban Ki-moon zur Entwicklung der Lage in Libyen seit dem Beschluss der UN-Resolution beginnen, sagte ein Diplomat am Montag nach einer nicht öffentlichen Sitzung des Rats in New York.

Brasilien fordert schnellstmögliche Waffenruhe

Brasilien hat den Verlust von Menschenleben in dem Konflikt in Libyen bedauert und eine schnellstmögliche Waffenruhe in dem nordafrikanischen Land gefordert. Dadurch solle der Schutz der Zivilbevölkerung garantiert und der Weg freigemacht werden für eine Lösung der Krise durch Dialog, hieß es in einer Erklärung des Außenministeriums in Brasólia.

Weitere Luftschläge gegen Gaddafi-Truppen

Kampfflugzeuge der internationalen Streitmacht haben ihre Angriffe auf die Truppen des libyschen Staatschefs Muammar al-Gaddafi auch in der Nacht zum Dienstag fortgesetzt. Wie der arabische Nachrichtensender Al-Jazeera berichtete, wurden Radaranlagen zweier Luftabwehrstellungen östlich der Aufständischen-Hochburg Benghazi (Bengasi) attackiert.

Militärallianz nimmt wichtige Stadt Sebha ins Visier

Die westliche Militärallianz hat im Rahmen ihrer Angriffe in Libyen nach Angaben der dortigen Regierung auch die Wüstenstadt Sebha, eine Hochburg von Machthaber Muammar al-Gaddafi, ins Visier genommen.

Alliierte nehmen Gaddafi persönlich ins Visier

Der britische Außenminister William Hague hat in einem Interview mit dem Sender BBC direkte Angriffe auf den libyschen Diktator Gaddafi nicht ausgeschlossen. Der britische Verteidigungsminister Liam Fox ergänzte, ein Angriff auf Gaddafi sei „eventuell eine Möglichkeit.“

Gaddafi-Sohn soll tot sein

Ein Sohn des libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi soll nach Berichten von Oppositionellen und arabischen Medien Opfer eines Kamikaze-Piloten geworden sein. Chamies al-Gaddafi sei in einem Krankenhaus in Tripolis an den Folgen schwerer Brandverletzungen gestorben, hieß es in den Berichten gestern.

Soldaten kesseln Misrata ein

Die Militärallianz stoppte den Vormarsch Gaddafi-treuer Truppen auf die Rebellenhochburg Bengasi. Die Einheiten nahmen jedoch am Montag in der 160 Kilometer weiter südlich gelegenen Stadt Ajdabiya erneut Aufstellung.

Flüchtlinge: Rom bittet um Hilfe

Aufgrund der Militäraktion rechnet Italien mit einer Welle libyscher Flüchtlinge: „Wir bitten unsere Alliierten, mit uns auch das Problem der Flüchtlinge in Angriff zu nehmen. Derzeit gibt es einen Flüchtlingsstrom aus Tunesien.

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