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"Lebenspartnerschaften anerkennen, aber Nein zur Homo-Ehe"

WIEN/ROM. Angesichts der in Italien tobenden Debatte über einen Gesetzentwurf zur Legalisierung von homo- und heterosexuellen Lebenspartnerschaften hat Kardinal Christoph Schönborn seine Opposition zu Homo-Ehen ausgedrückt.

Schönborn

Kardinal Christoph Schönborn Bild: EPA

Man müsse zwar den Beschluss respektieren, eine Lebensgemeinsaft mit einer Person desselben Geschlechts zu gründen. Die Kirche könne jedoch eine homosexuelle Lebenspartnerschaft nicht als Ehe betrachten, sagte Schönborn in einem Interview mit der italienischen Jesuiten-Zeitschrift "Civilta Cattolica"  "Das ist keine Diskriminierung von Personen. Zu unterscheiden bedeutet nicht zu diskriminieren. Das hindert uns nicht daran, größten Respekt für Paare zu haben, die eine derartige Lebenspartnerschaft eingegangen sind", sagte der Erzbischof von Wien im Interview mit Chefredakteur Pater Antonio Spadaro.

Das Thema ist besonders heikel, weil im italienischen Parlament über einen Gesetzesentwurf diskutiert wird, der homosexuellen Paaren, die eine rechtlich anerkannte Lebenspartnerschaft eingehen, die Rechte und Pflichten eines heterosexuellen Ehepaares einräumt. Homosexuelle Ehen, die im Ausland geschlossen wurden, sollen demnach in Italien automatisch als Lebenspartnerschaften registriert werden. Der Gesetzesentwurf stammt von der Demokratischen Partei (PD) von Regierungschef Matteo Renzi. Die Frage der Institutionalisierung der Lebenspartnerschaften ist in Italien seit Jahren ein umstrittenes Thema.

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Artikel nachrichten.at/apa 10. September 2015 - 19:01 Uhr
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