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"Krone"-Chef entschuldigt sich für Syrien-Fotomontage

Von nachrichten.at/apa   30. Juli 2012 17:47 Uhr

Christoph Dichand
Christoph Dichand.

WIEN. Die "Kronen Zeitung" bedauert "Versäumnisse" rund um die umstrittene Veröffentlichung eines verfremdeten Bildes zum syrischen Bürgerkrieg. Die Fotomontage, die in der Samstagsausgabe erschienen war, hatte zuvor für Kritik gesorgt.

Die "Krone" hatte das Bild einer flüchtenden Familie vor zerstörte Häuser aus Syrien montiert. "Während wir die Copyrights beider Fotos korrekt angegeben haben, fehlte leider der Hinweis darauf, dass es sich eben um das journalistische Stilmittel einer Fotomontage handelt. Wir entschuldigen uns für dieses Versäumnis", so "Krone"-Chefredakteur Christoph Dichand in der Dienstagsausgabe.

Der "Krone" wurde zuvor eine Dramatisierung des syrischen Bürgerkriegs vorgeworfen. Tatschen und Fotos dürften keinesfalls manipuliert werden, hieß es etwa beim Österreichischen Journalisten Club (ÖJC). Der US-Technologie-Blog Gizmodo und etliche Facebook-Seiten hatten die Bildverfremdung ebenfalls kritisiert, deutsche Medien wie die "Süddeutsche Zeitung" oder der NDR recherchierten in der Sache. Laut einem Bericht des Online-Branchendienstes etat.at dürfte sich darüber hinaus auch der Österreichische Presserat für den Vorfall interessieren. Dort sind am Montag mehrere Mitteilungen von Lesern eingegangen, berichtete Presserats-Geschäftsführer Alexander Warzilek.

Das Problem seien laut "Krone"-Chefredakteur Dichand aber nicht "diese Bilder, die an das Grauen des Krieges, der in Syrien tobt, kaum herankommen, das Problem sind jene Bilder, die sich vor den Augen der Menschen dort täglich abspielen". Diese gelte es zu bekämpfen, schrieb Dichand auf Seite 2 an die "Krone"-Leser.

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