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Heftige Kämpfe zwischen Islamisten und Kurden in Syrien

Von nachrichten.at/apa   21. August 2013 03:29 Uhr

DAMASKUS/BAGDAD. Im Nordosten Syriens hat es erneut heftige Gefechte zwischen islamistischen Rebellen und kurdischen Milizen gegeben.

Die Kämpfe konzentrierten sich derzeit auf die Dörfer Dardara, Hmeid und Jafa sowie die strategisch wichtige Stadt Ras al-Ain, erklärte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Dienstag. Der libanesische Geheimdienst erklärte derweil, wenige Tage nach dem verheerenden Anschlag im Süden Beiruts einen Bombenanschlag verhindert zu haben.

Nach Angaben der oppositionsnahen Beobachtungsstelle waren an den Gefechten auf der einen Seite die beiden Jihadistengruppen Islamischer Staat im Irak und der Levante sowie die Al-Nusra-Front und auf der anderen Seite die Kurdenmiliz Komitees zum Schutz des Kurdischen Volkes (YPG) beteiligt. Die Miliz ist der bewaffnete Arm der Partei der Demokratischen Union (PYD), die der syrische Ableger der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) in der Türkei ist.

Die Kurden, die in Syrien rund 15 Prozent der Bevölkerung ausmachen, hatten sich lange aus dem Konflikt zwischen den Rebellen und der Regierung von Präsident Bashar al-Assad herausgehalten. Seit einigen Monaten versucht die PYD aber, in den kurdischen Siedlungsgebieten eine autonome Region aufzubauen. Die kurdischen Milizen liefern sich seit Wochen blutige Kämpfe mit den Jihadisten. Allein seit Donnerstag flohen laut der UNO 30.000 Menschen vor der Gewalt über die Grenze in den Nordirak.

Der libanesische Geheimdienst teilte derweil mit, einen Anschlag vereitelt zu haben. Ein Libanese und zwei Palästinenser seien unter dem Verdacht festgenommen worden, mit einer Autobombe einen Anschlag geplant zu haben, erklärte der Geheimdienst am Montagabend. Im Süden der libanesischen Hauptstadt Beirut waren am Donnerstag in einer Hochburg der schiitischen Hisbollah-Bewegung bei einem Bombenanschlag 27 Menschen getötet und mehr als 300 verletzt worden.

Die Hisbollah verstärkte daraufhin die Sicherheitsvorkehrungen in den Vierteln unter ihrer Kontrolle. Im Süden Beiruts aber auch in anderen Hochburgen wie Baalbek wurden an den Zugangsstraßen die Kontrollen verschärft. Die Hisbollah-Miliz kämpft seit einigen Monaten offen an der Seite der syrischen Regierungstruppen gegen die Aufständischen. Zu dem Anschlag bekannte sich eine bisher unbekannte Gruppierung, die nach eigenen Angaben damit Rache für die Unterstützung Assads nehmen wollte.

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