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Gesuchter NS-Offizier 94-jährig in München gestorben

BRATISLAVA. Der ehemalige NS-Offizier Ladislav Niznansky, der in der früheren Tschechoslowakei wegen Verbrechen während der Schlussphase des Zweiten Weltkriegs zum Tod verurteilt worden war, ist 94-jährig in München gestorben.

Ladislav Niznansky

Ladislav Niznansky Bild: epa

Wie die slowakischen Behörden am Freitag mitteilten, erfuhren sie über das Informationssystem SIRENE-Deutschland, das beim Bundeskriminalamt angesiedelt ist, von dem Todesfall am 23. Dezember in München. Ein Prozess in München, in dem sich Niznansky wegen Beteiligung an Kriegsmassakern verantworten musste, endete im Jahr 2005 mit einem Freispruch aus Mangel an Beweisen.

 

Niznansky stammte selbst aus der Slowakei, lebte aber seit dem Jahr 1948 in Westdeutschland und erhielt im Jahr 1996 die deutsche Staatsbürgerschaft. Die Todesstrafe aus der Zeit der früheren Tschechoslowakei wurde nach der Teilung des Landes und der Abschaffung der Todesstrafe in der Slowakei in eine lebenslange Haftstrafe umgewandelt. Die slowakischen Behörden stellten im November 2011 gegen Niznansky einen Haftbefehl aus.

In der Slowakei wird Niznansky als Anführer des Kommandos "Edelweiß" betrachtet, das zusammen mit einer SS-Einheit im Jänner 1945 in den Dörfern Klak und Ostry Grun 146 Einwohner ermordet haben soll. Darüber hinaus soll Niznansky sich am 7. Februar 1945 an der Erschießung von 18 Juden in einem Tal bei Ksina beteiligt haben.

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Artikel nachrichten.at/apa 16. März 2012 - 21:43 Uhr
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