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Georg Zellhofer ist neuer LASK-Trainer

LINZ. Einen Tag nach der Trennung von Helmut Kraft präsentierte der LASK heute in einer Pressekonferenz erwartungsgemäß Georg Zellhofer als neuen Trainer.

Georg Zellhofer

Georg Zellhofer Bild: APA

Der 50-Jährige wird die Linzer schon am Samstag im Heimspiel gegen Innsbruck betreuen. Seine Mission: Der Klassenerhalt. „Wir befinden uns im Abstiegskampf, so ehrlich muss man sein“, sagte Zellhofer an seinem ersten Tag beim LASK.

Um 11.30 Uhr unterzeichnete Zellhofer den Vertrag, über dessen Details wie beim LASK üblich nichts verraten wurde, Gerüchten zufolge soll er allerdings bis 2013 laufen und auch bei einem Abstieg weiter gültig sein. „Wenn ich erfolgreich bin, werde ich beim LASK meine Karriere beenden“, scherzte Zellhofer, der am frühen Nachmittag im Spitz-Hotel präsentiert wurde. Club-Boss Peter-Michael Reichel berichtete, dass Zellhofer bereits zuvor dreimal im engeren Kreis der Trainer-Anwärter beim LASK gewesen war.

Reichel streut Zellhofer Rosen

„Umso mehr freue ich mich, dass es diesmal geklappt hat. Zellhofer ist ein erfahrener Trainer, der zahlreiche Erfolge vorweisen kann. Wir gehen davon aus, dass er den LASK durch seine Erfahrung und sein akribisches Arbeiten wieder auf die Erfolgsspur zurück bringen wird“, erklärte Reichel.

Zellhofer war zuletzt Trainer der Olympiaauswahl in Bahrain, wurde dort nach dem Abschied von A-Trainer Josef Hickersberger allerdings im Oktober entlassen. Davor war der in Waidhofen/Ybbs geborene Ex-Bundesligakicker in Pasching erst als Berater, dann als Cheftrainer tätig. Im Linzer Vorort feierte Zellhofer seine bisher größten Trainererfolge. Von 1996 bis 2005 coachte er mit einem halben Jahr Pause (gesundheitliche Gründe) die Paschinger und führte den bis dahin unbedeutenden Dorfclub von der Landesliga in die Bundesliga. In den Spielzeiten 2003/04 und 2004/05 erreichte er die Plätze drei und vier, wodurch sich Pasching für den UEFA-Cup qualifizierte.

Von Rapid zur Austria

Von 1. Jänner bis 27. August 2006 war Zellhofer Trainer des SK Rapid, wurde dort aber wegen schlechter Ergebnisse entlassen. Nur zwei Monate später stand der Marchtrenker auf der Kommandobrücke des Erzrivalen Austria Wien, mit dem er tief im Abstiegssumpf war, auf dem letzten Platz überwinterte. Bis Saisonende verbesserten sich die Austrianer unter ihm aber bis auf Rang sechs und sicherten sich den Sieg im ÖFB-Cup. Es war der erste nationale Titel in Zellhofers Trainerkarriere. Im März 2008 wurde die Zusammenarbeit mit der Wiener Austria aufgelöst.

In Ried nicht glücklich

Danach war Zellhofer kurzzeitig Trainer der SV Ried, da er allerdings mit der Kaderzusammenstellung nicht glücklich war, wurde kein Vertrag unterzeichnet. Paul Gludovatz war der Kader gut genug und er übernahm die Innviertler, mit denen er mittlerweile an der Tabellenspitze der Bundesliga steht. Zellhofers nächste Station war Vorarlberg. Mit dem SC Rheindorf Altach konnte er den Abstieg aus der Bundesliga aber nicht verhindern und kehrte zum nunmehrigen Regionalligisten Pasching zurück.

In seiner aktiven Spielerkarriere spielte Zellhofer als Jugendlicher beim FC St. Peter/Au und beim ASK Amstetten. Mit 17 Jahren wechselte er 1977 zum SK Vorwärts Steyr. Seine weiteren Stationen waren VÖEST Linz, Sturm Graz und der LASK, bevor er die Karriere bei Weißkirchen und dem SK Amateure Steyr ausklingen ließ. Bei den Amateuren startete er als Spielertrainer auch seine Betreuerlaufbahn.
 

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Artikel nachrichten.at (stef) / apa 11. November 2010 - 12:51 Uhr
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