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Foto von totem Buben mit Kurz-Zitat: Empörung über Posting

WIEN. Der Europaabgeordnete Michel Reimon übt drastische Kritik an der Flüchtlingspolitik von Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP).

Der Grünen-Politiker veröffentlichte am Samstag das ikonische Foto des toten syrischen Flüchtlingsbuben Aylan Kurdi, versehen mit dem auf die Schließung der Balkanroute gemünzten Ministerzitat "Es wird nicht ohne hässliche Bilder gehen".

Bei der ÖVP reagierte man empört auf das Posting, das bis zum Abend über 260 Mal geteilt wurde. "Es ist verabscheuungswürdig, wie die Grünen den Tod von diesem kleinen Buben für Parteipolitik ausnutzen", sagte ein ÖVP-Sprecher am Samstagabend auf Anfrage. Der Bub sei im vergangenen September umgekommen, "als es noch keine Politik der Grenzschließungen, sondern eine Politik der falschen Hoffnungen gab", spielte der Sprecher den Ball an die Grünen zurück.

Kurz hatte sich im Jänner in einem Interview mit der Tageszeitung "Die Welt" kritisch gegenüber Politikern geäußert, die sich in der Flüchtlingskrise "die Hände nicht schmutzig machen" wollen, indem sie den Job an die Türkei übertragen. "Es wird nicht ohne hässliche Bilder gehen", fügte er mit Blick auf gewaltsame Zwischenfälle an den geschlossenen Grenzen hinzu.

 

 

Wurde gefragt, ob ich das posten kann. Ja. Das ist die richtige Antwort. Genau diese Bilder hat er gemeint.

Posted by Michel Reimon on Samstag, 12. März 2016
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Artikel nachrichten.at/apa 12. März 2016 - 22:31 Uhr
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