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Einigung: Land übernimmt 40 Prozent der Kosten für neue Brücke

Von nachrichten.at/apa   08. Dezember 2016 10:47 Uhr

Neue Eisenbahnbrücke steht in vier Jahren - wenn alles gut geht
Das Modell soll bis August 2020 in die Wirklichkeit übertragen sein.

LINZ. Land Oberösterreich und Stadt Linz haben sich Mittwochabend über die Aufteilung der Baukosten für die neue Linzer Donaubrücke geeinigt. 40 Prozent der veranschlagten 60 Millionen Euro übernimmt das Land

Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) hatte vor Beginn der Gesprächsrunden im November noch auf eine Fifty-Fifty-Lösung gedrängt. Drei Verhandlungstermine hat es gebraucht, bis man sich auf diesen Verteilungsschlüssel verständigen konnte. Er ist jetzt Teil eines Gesamtpaketes geworden. So wird sich das Land auch an den Planungskosten für die kommende zweite Linzer Schienenachse mit 45 Prozent beteiligen.

Nachdem die Querung von Linz-Urfahr hinüber zur Donaulände auch für die Pendler aus dem Mühlviertel eine notwendige Verkehrsachse bedeutet, sollte sich das Land an den Errichtungskosten beteiligen. Als Baubeginn ist November nächsten Jahres vorgehen, im August 2020 dann die Verkehrsfreigabe.

Der Neubau einer Donauquerung war notwendig geworden, da die über 100 Jahre alte Stahlkonstruktion des Hofschlossers Anton Biro gefährlich verrostet war. Ob das bestehende Bauwerk saniert oder durch ein neues ersetzt werden soll, darüber entstand 2015 ein kommunalpolitischer Disput. Dieser mündete in einer Volksbefragung. Zwei Drittel der Linzer votierten für den Neubau. 

Aber nicht nur das Land machte am Mittwoch der Stadt Zugeständnisse. Im Gegenzug erklärte Luger, die Stadt Linz werde ihren Kündigungsverzicht aus dem Finanzierungsvertrag für das Kepler Universitätsklinikum um weitere drei Jahre verlängern. Damit wäre ein eventueller Ausstieg frühestens Ende 2022 möglich. Ausgerechnet die Linzer ÖVP hatte angesichts der angespannten finanziellen Haushaltslage der Stadt den Ausstieg aus der erst im Vorjahr gegründeten Uniklinik in den Raum gestellt. Die 25-Prozent-Beteiligung sei ein Fehler gewesen, hieß es. Dem ausverhandelten Kompromiss stimmten jedenfalls alle Verhandler der ÖVP, FPÖ und SPÖ von Stadt und Land zu.

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