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EAV-Gitarrist zieht sich zurück: "Will nicht alles spielen, was Kohle bringt"

Von apa/nachrichten.at   28. Januar 2010 12:37 Uhr

EAV
Thomas Sptizer ist einer der Gründungsmitglieder der Ersten Allgemeinen Verunsicherung.

Weil die heutige Band „als Dienstleistungs-Combo bedauerlicherweise fast alles spielt, was Kohle bringt“ will sich EAV-Gründungsmitglied und Gitarrist Thomas Spitzer im Mai "voerst einmal von der Bühne zurückziehen".

Für Sänger Klaus Eberhartinger sei das aber nicht als Auflösung der Band zu verstehen: „Die EAV wird sicher weiter existieren.“

Selbstwert-Graberl und Kanossagänge

Spitzer kritisiert im morgen erscheinenden „Format“ die EAV-Konzerte: „Jede der obsoleten Pflichtwuchteln ist ein kleiner Kanossagang für mich, jede Gala ein Gang aufs Schafott, jeder TV-Auftritt bei Schlagersendungen der Seelentod und jedes Bierzelt das Selbstwert-Graberl, das ich mir schwerer schaufle als andere." Er wolle mehr Zeit finden, um u.a. „meine Bücher zu schreiben“ und „endlich ein sehr persönliches Soloalbum“ fertigzustellen.

Bei März-Tournee noch dabei

Die EAV wird mit dem neuen Album „Neue Helden“ (ab 5. Februar im Handel) ab 3. März auf Deutschland- und Österreich-Tournee gehen, und da werde Spitzer sicher dabei sein.  Danach „kann es sein, dass wir ohne ihn live spielen“, sagt Eberhartinger, dem der Gitarrist „als Stütze abgehen wird. Aber natürlich geht das, die Show muss ich tragen.“

Eberhartinger weiter: Spitzer habe sich selber über seine Formulierungen im Interview „amüsiert. Ich habe ihm gesagt, dass das zu grausam ernst genommen“ werden könnte. Der Gitarrist habe bereits seit mehreren Tourneen „Müdigkeit“ geäußert, die „rein pekuniär (finanziell) begründeten Folgekonzerte“ von Tourneen zu spielen. Aber „er wird sicher weiter für die EAV schreiben“, sagt Eberhartinger.

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