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Burschenbundball: FPÖler nach Facebook-Posting ausgeschlossen

Von nachrichten.at/apa   05. Februar 2014 13:18 Uhr

LINZ. Ein oberösterreichisches FPÖ-Mitglied wird nach einem Facebook-Posting zur Protestkundgebung gegen den umstrittenen Linzer Burschenbundball aus der Partei ausgeschlossen. "De Rotzn gehörn in den Steinbruch", so der Mann auf der Seite der Linzer FPÖ über die Demonstranten.

Die Freiheitlichen bestätigten am Mittwoch einen entsprechenden Bericht einer Tageszeitung. "Wir dulden das nicht", kommentierte der stellvertretende Landesparteiobmann Gerhard Deimek die Anspielung des FPÖlers aus dem Parteibezirk Grieskirchen-Eferding auf das ehemalige Konzentrationslager Mauthausen. "Wir haben es mehrmals intern kommuniziert. Wenn es eine Handvoll Leute dann noch immer nicht versteht, wie man sich zu verhalten hat, dann muss man mit Konsequenz vorgehen." In den vergangenen Monaten waren Mitglieder der oö. Freiheitlichen wiederholt durch einschlägige Facebook-Postings aufgefallen. Zuletzt hatte der Spitzenkandidat für die Arbeiterkammer-Wahl Manfred Pühringer das Mordopfer im Wiener Handgranaten-Fall, einen SPÖ-Kommunalpolitiker mit Migrationshintergrund, als "Handgranaten-Tschusch" bezeichnet.

Demo von "Linz gegen Rechts"

Das Bündnis "Linz gegen Rechts" sieht sich durch das jüngste mittlerweile gelöschte Posting in seiner Kritik am Burschenbundball und der Teilnahme hochrangiger Vertreter aus Politik und Wissenschaft daran bestätigt. Für kommenden Samstag hat "Linz gegen Rechts" zur "Ersten Linzer Tanz-Demo" unter dem Motto "Laut gegen Nazis!" aufgerufen. Der Protest gegen den Burschenbundball wird unter anderen von zahlreichen SPÖ-Vorfeldorganisationen und der Gewerkschaftsjugend, von kommunistischen, Grünen und kirchlichen Organisationen sowie vom KZ-Verband und dem Mauthausen Komitee getragen. Letzteres hat Landeshauptmann Josef Pühringer (VP) aufgefordert, nicht mehr an der Veranstaltung teilzunehmen und auch keine Vertretung zu entsenden. An den Rektor der Kepler Universität, Richard Hagelauer, wurde ebenfalls in einem offenen Brief appelliert, den Ball nicht mehr zu unterstützen. Pühringer will ihn dennoch besuchen, ebenso der JKU-Vizerektor Friedrich Roithmayr. Es habe bisher nie Grund zu Beanstandungen gegeben.

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