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Berlusconi: „Ich liebe die Finninnen, Hauptsache sie sind volljährig“

Von apa/nachrichten.at   06. Mai 2009 16:57 Uhr

Der Italienische Premierminister Silvio Berlusconi

Rom - Offenbar im Bemühen, die angespannte Situation wegen seines medial ausgetragenen Ehekrachs zu de-eskalieren, hat der italienische Regierungschef Silvio Berlusconi einen Witz versucht, dabei aber Finnland brüskiert.

 Bei einer Zeremonie im römischen Rathaus betonte der Regierungschef am Mittwoch, dass Rom wie kein anderer Ort auf der Welt reich an Kunstschätzen sei. Er brachte dabei einen Vergleich mit Finnland an und dürfte die Einwohner des Landes damit wieder einmal verärgert haben.

„Ich war einmal zu Besuch in Finnland. Wir haben früh am Morgen drei Stunden fahren müssen, um eine Holzkirche aus dem 18. Jahrhundert zu besichtigen. Bei uns hätte man so eine Kirche zerstört“, sagte Berlusconi. „Jetzt wird man behaupten, dass ich einen diplomatischen Streit mit Finnland auslösen will. Das stimmt nicht. Ich liebe die Finnen und die Finninnen, Hauptsache sie sind älter als 18 Jahre“, scherzte Berlusconi in Anspielung auf seinen Ehestreit.


Berlusconis Vorliebe für junge Frauen 

Die 52-Jährige Ehefrau Berlusconis, Veronica Lario, hatte am Wochenende angekündigt, dass sie wegen der anhaltenden Schwäche ihres 20 Jahre älteren Mannes für hübsche, sehr junge Frauen die Scheidung wolle. Das Fass zum Überlaufen brachte laut Medienberichten Berlusconis Erscheinen bei der Geburtstagsfeier zur Volljährigkeit eines blonden Mädchens in Neapel in der vergangenen Woche. In einem Fernsehauftritt am Dienstagabend versicherte Berlusconi, dass er nicht mit Siebzehnjährigen verkehre.

Berlusconi hatte schon in den vergangenen Tagen stets erklärt, es habe sich bloß um die Tochter eines Freundes gehandelt. Kaum eine zufriedenstellende Erklärung für Veronica Lario, die wiederholt darauf hinwies, dass ihr Ehemann zu Geburtstagsfeiern der eigenen Kinder kaum einmal erschienen sei. Veronica Lario hatte auch die Kandidaturen mehrerer attraktiver Showgirls auf den Wahllisten der Partei ihres Mannes für die Europawahlen im Juni öffentlich kritisiert.


Weitere Ärgernisse für die Finnen

Berlusconi hatte schon in der Vergangenheit Finnland brüskiert und verärgert. Im Streit zwischen Italien und Finnland, wer die damals in Gründung befindliche EU-Lebensmittelbehörde beherbergen dürfe - Parma oder Helsinki -, griff Berlusconi im Dezember 2001 auf dem EU-Gipfel in Belgien die kulinarische Tradition der Finnen an: „Es scheint mir nicht logisch, eine Agentur in Finnland aufzubauen, einem Land, das sehr stolz auf seine baltischen Fische und auf marinierte Rentiere ist. Die Finnen wissen noch nicht einmal, was ’Prosciutto’ ist“, höhnte er. Die Antwort kam per Schlagzeile aus Helsinki: „Prosciutto ist Schinken“, Untertitel der größten finnischen Zeitung: “1,2 Millionen Finnen wissen das jetzt. Reicht das, Berlusconi?“

2005 hatte Berlusconi auch Witze über die finnische Präsidentin Tanja Halonen gemacht. Um Halonen zu überzeugen, für Parma als Sitz der neuen EU-Behörde für Nahrungsmittelsicherheit zu stimmen, „habe ich auf meine fast vergessenen Playboy-Künste zurückgreifen müssen“, hatte Berlusconi gescherzt. Die finnische Regierung hatte daraufhin den italienischen Botschafter ins Außenministerium zitiert, um sich über die Äußerungen Berlusconis zu beschweren.
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