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Athen richtet im Oktober drei Flüchtlings-"Hotspots" auf Inseln ein

ATHEN. Zur besseren Kontrolle der EU-Außengrenzen will Griechenland bis Ende Oktober auf den Inseln Lesbos, Kos und Leros drei sogenannte Hotspots zur Registrierung von Flüchtlingen errichten.

Flüchtling bei Schießerei in der Ägäis getötet

Griechenland ist mit einem wahren Flüchtlingsansturm konfrontiert Bild: Reuters

Griechenland werde alles tun, damit die drei Zentren im Laufe des kommenden Monats in Betrieb gehen können, sagte der Leiter der zuständigen Behörde, Alexander Arvanitidis, am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP.

Das erste dürfte demnach schon bald auf Lesbos eröffnet werden, wo seit dem Sommer die meisten Flüchtlinge eintreffen. In den Brennpunktzentren sollen nach den Beschlüssen des EU-Sondergipfels Flüchtlinge mit Hilfe von EU-Beamten registriert werden und Asylanträge stellen können. Wirtschaftsflüchtlinge sollen direkt von dort abgeschoben werden. Auf diese Weise will die EU die Kontrolle ihrer Außengrenzen verstärken. Betroffen ist neben Griechenland auch Italien. Zugleich werden 160.000 Flüchtlinge aus den beiden Ländern auf die anderen EU-Staaten umverteilt.

Laut dem griechischen Ministerium für Migrationspolitik wollte die EU zunächst nur einen Hotspot in Athens Hafen Piräus eröffnen, doch angesichts der Überforderung der Inseln mit den vielen Flüchtlingen habe Griechenland erfolgreich für eine Dezentralisierung plädiert. Deren Arbeit werde nun von einem Hauptquartier in Piräus aus koordiniert. Darüber hinaus hätten die Behörden mit der Einrichtung zweier weiterer Zentren in Lavrio unweit von Athen sowie im nordgriechischen Thessaloniki begonnen.

Mehr als 51.000 Menschen in Kroatien angekommen

Der Zustrom von Flüchtlingen in Kroatien, das seit der Schließung der ungarisch-serbischen Grenze vergangenen Mittwoch auf der Hauptroute der Schutzsuchenden liegt, reißt nicht ab. Bisher seien mehr als 51.000 Flüchtlinge gezählt worden, teilte das Innenministerium am Donnerstag mit.

In den Morgenstunden kamen laut Behörden im Gebiet von Ilok und Tovarnik im Osten des Landes mehr als 3.500 Menschen über die Grenze. Weitere 1.000 Menschen befanden sich am frühen Nachmittag im Transitlager in Opatovac.

In Opatovac wurde am Donnerstag ein neues System für die Registrierung der Flüchtlinge eingeführt, twitterte die kroatische Regierung. Demnach bekommen die Flüchtlinge Armbänder in unterschiedlichen Farben, um einen geordneten Weitertransport sicherzustellen.

Jene Flüchtlinge, die als erste in das Zeltlager kommen, sollen das Aufnahmezentrum auch als erste in organisierten Transporten wieder verlassen, hieß es aus der Regierung. Dafür bekommen die Flüchtlinge je nach Priorität Armbänder in unterschiedlichen Farben. Schutzbedürftige Gruppen, wie etwa Familien mit Kindern, bekommen für die Identifizierung noch ein zusätzliches Armband, berichteten Medien.

Das System mit den farblichen Armbändern wurde eingeführt, nachdem es am Mittwoch beim Besteigen der Busse für den Weitertransport zu Gedränge kam, bei dem die Polizei Pfefferspray einsetzte. Außerdem gab es Medienberichte über skrupellose Versuche, sich mithilfe fremder Kindern beim Einstieg in den Bus vorzudrängen. Am Mittwoch soll jemand ein Kleinkind entführt haben, um in den Bus zu kommen. Danach ließ er das Kind einfach stehen. Ein Polizeibeamter konnte mithilfe anderer syrischen Flüchtlinge schließlich dessen Eltern ausfindig machen. Laut Medienberichten soll es sich um kein Einzelfall handeln.

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Artikel nachrichten.at/apa 24. September 2015 - 16:10 Uhr
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