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Arbeitslosigkeit im Oktober neuerlich gestiegen

Von nachrichten.at/apa   03. November 2014 09:41 Uhr

Arbeitslos
(Symbolfoto)  

WIEN. Im Oktober waren 389.155 Personen (inklusive Schulungen) auf Jobsuche, das sind um 7,8 Prozent mehr als noch vor einem Jahr.

Die Zahl der Arbeitslosen steigt weiter, besonders dramatisch bei der Langzeitarbeitslosigkeit. Im Oktober waren in Österreich 389.155 Personen ohne Job, ein Plus von 7,8 Prozent. Bei den Langzeitarbeitslosen gab es ein Plus von 111 Prozent, die Dauer ihrer Arbeitssuche verlängerte sich um neun Tage. Hart getroffen hat es einmal mehr auch Ausländer, von ihnen sind 82.244 ohne Job (plus 22,2 Prozent).

Problembranche war - wie üblich - der Bau, hier waren um 14,1 Prozent mehr Personen auf Jobsuche. Einen Kahlschlag gab es bei den Leiharbeitsfirmen mit einem Anstieg von 14,5 Prozent. Wer sehr jung oder älter ist, hat es ebenfalls besonders schwer. Bei den Lehrstellensuchenden gab es einen Zuwachs von 6,4 Prozent auf 6.098, bei den Personen über 50 Jahre lag die Zunahme der Arbeitslosigkeit bei 14,5 Prozent auf 79.762.

Leicht rückläufig blieb die Arbeitslosigkeit bei der Gruppe der 15- bis 19-Jährigen mit einem Minus von 3,0 Prozent.

Höhere Arbeitslosenquote als in Deutschland

Die Arbeitslosenquote nach nationaler Berechnung betrug im Oktober 8,1 Prozent (plus 0,7 Prozent), nach Eurostat lag sie im September bei 5,1 Prozent und damit schlechter als in Deutschland. Bis dato hatte sich die Regierung immer dafür gelobt, die niedrigste Arbeitslosenquote in Europa zu haben. In Spanien und Griechenland ist die Quote aber immerhin fünf mal so hoch.

Kräftige Unterschiede gibt es nicht nur in der EU, sondern auch in Österreich. So waren im Oktober in Wien um 15,2 Prozent mehr Personen auf Arbeitssuche. Im Burgenland hingegen lag das Plus nur bei 3,5 Prozent.

Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) führt die schlechten Zahlen in erster Linie auf die schlechte europäische Konjunktur zurück. Er forderte einmal mehr eine "kaufkraftsteigernde Steuerreform". "Die Aufnahmefähigkeit des österreichischen Arbeitsmarktes wird nicht unbegrenzt erhalten bleiben, daher sind konjunkturbelebende Maßnahmen auf europäischen wie auch österreichischer Ebene unumgänglich", so der Minister.

Bernhard Achitz, Leitender Sekretär des ÖGB, erinnerte heute, Montag, daran, wie wichtig die aktuelle Verschärfung des Gesetzes gegen Lohn- und Sozialdumping gewesen sei. "Damit wird es schwieriger, Menschen illegal zu beschäftigen, Arbeitskräfte aus dem Ausland zu Billigstlöhnen anzuheuern und damit die anständigen Unternehmer aus dem Wettbewerb zu verdrängen", betonte Achitz.

Leichter Rückgang in Oberösterreich

In Oberösterreich sind im Oktober 34.014 Personen arbeitslos, um beinahe 4000 oder 12,8 Prozent mehr als vor einem Jahr. Bei den Männern war die Zunahme mit 15,5 Prozent noch stärker. Zu den Arbeitslosen müssen noch 11.900 Personen in Schulung hinzugerechnet werden. Das ist ein Minus von 3,5 Prozent.

„Der Zuwachs der Arbeitslosigkeit ist vorwiegend auf die Suchdauer zurückzuführen. Die Zugänge sind etwas geringer als im Oktober des Vorjahres. Die Arbeitslosigkeit stabilisiert sich auf hohem Niveau. Bei gleichbleibender Wirtschaftslage ist ein Rückgang der Arbeitslosigkeit in absehbarer Zeit unrealistisch", sagt Birgit Gerstorfer, Landesgeschäftsführerin des AMS Oberösterreich.

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