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Abschleppung der Costa Concordia soll in drei Wochen beginnen

ROM. Innerhalb der nächsten drei Wochen wird die Costa Crociere, Betreiberin der 2012 vor der Insel Giglio havarierte "Costa Concordia", das Kreuzfahrtschiff wegschleppen können.

Costa Concordia

Die havarierte Costa Concordia. Bild: Reuters

"Innerhalb von drei Wochen können wir die Abschleppungsoperation starten. Das ist eine Zeit, in der die Wetterlage am günstigsten ist", kommentierte Costa Crocieres Chef, Michael Thamm, am Mittwoch.

"Die technischen Beschlüsse unserer Gesellschaft in Bezug auf die Costa Concordia waren bis jetzt erfolgreich. Unser Ziel ist, jetzt das Schiff erfolgreich abzuschleppen", so Thamm nach Medienangaben.

Die Regierung Renzi wird am kommenden Montag das letzte Wort über den Hafen sagen, in dem die Costa Concordia abgewrackt werden soll. Die Region Toskana wehrt sich gegen den Beschluss der Costa Concordia, das Schiff bis nach Genua abzuschleppen. "Der Ministerrat wird den Beschluss über den Abwrackungshafen fassen", bestätigte der für die Costa Concordia zuständige Zivilschutzchef Franco Gabrielli.

Verantwortliche der Toskana, vor deren Küste die Insel Giglio liegt, hatten gehofft, dass der Hafen Piombino nahe Livorno den Auftrag für die Zerlegung des Kreuzfahrtschiffes erhalten würde. Der Hafen Piombino befindet sich zurzeit in einer akuten Krise, die Abwrackung des Luxusliners würde der toskanischen Stadt wichtige Arbeitsplätze bescheren. Der Präsident der Region Toskana, Enrico Rossi, sagte auch, dass der Hafen wegen der geografischen Nähe die logischste Lösung für die Costa Concordia wäre.

Rossi richtete einen Appell an den aus der Toskana stammenden Premier Matteo Renzi. "Die Costa Concordia würde in einem einzigen Tag Piombino erreichen, statt fünf Tage zu benötigen, bis das Schiff Genua erreicht", meinte Rossi. Italienische Medien spekulierten, dass sich das Wegschleppen verzögern könnte, sollte es zu keiner Einigung zwischen der Toskana, der Regierung und der Costa Crociere kommen.

Der relativ kleine Hafen Piombino sei nicht in der Lage, das riesige Costa-Concordia-Wrack zu zerlegen, hieß es in Regierungskreisen. Um das Abwracken hatten sich zahlreiche Häfen von der Türkei bis Norwegen beworben. Der Auftrag ging an ein Konsortium der Ölfirma Saipem und der genuesischen Unternehmen Mariotti und San Giorgio.

Die Costa Concordia war vor eineinhalb Jahren bei einem riskanten Manöver vor der Küste Giglios auf einen Felsen aufgelaufen und umgekippt. 32 Menschen kamen ums Leben, 77 österreichische Passagiere an Bord des Schiffes konnten sich retten. Im vergangenen September war das Kreuzfahrtschiff in einer spektakulären Operation aufgerichtet worden. Die Sicherung des Wracks hat Costa Crociere bisher schon mehr als eine Milliarden Euro gekostet. Kapitän Francesco Schettino muss sich seit September in der toskanischen Stadt Grosseto unter anderem wegen fahrlässiger Tötung vor Gericht verantworten. Ihm drohen bis zu 25 Jahren Haft.

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Artikel nachrichten.at/apa 25. Juni 2014 - 23:01 Uhr
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