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Wie Oberösterreichs Regionen unter der Trockenheit leiden

22. November 2018

Nicht nur die Landwirtschaft leidet unter der Trockenheit

OBERÖSTERREICH. Ernteeinbußen, ausgetrocknete Bäche, Flüsse und Seen, Fischesterben, Trinkwassermangel, immer noch hohe Waldbrandgefahr: Die anhaltende Trockenheit hat massive Auswirkungen auf Oberösterreich. Hier erfahren Sie, welche.

Monatelang viel zu hohe Temperaturen und viel zu wenig Niederschlag: Die Wetterextreme des heurigen Jahres sind an Oberösterreich nicht spurlos vorbeigegangen. Selbst wenn der Dezember ungewöhnlich kalt verlaufen sollte, wird 2018 unter die vier wärmsten Jahre der 252-jährigen Messgeschichte kommen, zudem dürfte es eines der trockensten seit Jahre seit langem werden. Die OÖNachrichten geben einen Überblick, wie die Regionen unter der Trockenheit leiden. 

 

Mühlviertel: Leitungswasser am Limit

Leitungswasser im Mühlviertel am Limit Etliche Hausbrunnen bereits trocken
Die anhaltende Trockenheit der vergangenen Monate hat den Trinkwasserreserven im Mühlviertel ordentlich zugesetzt.

Bäche, die kaum noch Wasser führen, Grundwasserpegel auf einem besorgniserregend niedrigem Niveau und Hochbehälter, deren Inhalt zur Neige geht: Das extrem trockene Jahr 2018 stellt Gemeinden und Wasserversorger im Mühlviertel vor große Herausforderungen. Etliche Hausbrunnen sind ausgetrocknet, Gemeinden wie Aigen-Schlägl, Schönau oder Bad Leonfelden haben ihre Bürger aufgefordert, Wasser zu sparen, um die Versorgung nicht zu gefährden. Mehr dazu lesen Sie hier

 

Innviertel: Fische sterben

Mattig trocknet aus, Fische verenden: "Katastrophenjahr"
Ebenfalls trocken: Der Kühbach – mit totem Fisch.

Im Innviertel sind etliche kleine Bäche sind ausgetrocknet, vor allem jene, die eine geringe Wassertiefe hatten.  Im Bereich der sogenannten Frauscherinsel bei Mattighofen ist von der Mattig beispielsweise nur noch das ausgetrocknete Flussbett sichtbar. Aufgrund der massiven Regenarmut im heurigen Jahr ist sie stellenweise völlig ausgetrocknet. Mit den Flüssen sterben auch die Fische, unzählige sind bereits verendet. Forellen und Saiblinge kommen wegen de niedrigen Wasserstands nicht zur ihren Laichplätzen. Eine ganze Population könnte ausfallen. Einen umfangreichen Artikel dazu lesen Sie hier

 

Wels: Massive Ernteausfälle

Auch beim Mais gab es Probleme. 

Die anhaltende Trockenheit hatte in der Welser Heide massive Ernteausfälle zur Folge. Während die Gerste noch relativ unbeschadet blieb, sprechen die Landwirte beim Weizen von einen Totalausfall. Nur wenige tausend Kilo seien übrig geblieben. Auch der Mais habe gelitten. Die Erträge waren so niedrig, dass Versicherungen gegen Ernteausfälle heuer angesprungen sind. Für die Forstwirte hatte der abgelaufene Sommer mit bis zu 50 Hitzetagen (Temperaturen über 30 Grad) eine dramatische Ausbreitung des Borkenkäfers zur Folge. Hier geht's zum ausführlichen Bericht. 

 

Salzkammergut: Stress für den Wald

Die anhaltende Trockenheit bedeutet Stress für den Wald im Salzkammergut
Vielfältige Mischwälder kommen mit extremen Witterungsereignissen (aber auch mit Schädlingsbefall) am besten zurecht.

Auch im Salzkammergut wirkt sich die anhaltende Trockenheit empfindlich auf die Forstwirtschaft aus. Weil die Waldbrandgefahr momentan hoch ist, gilt derzeit im gesamten Bezirk Gmunden die Waldbrandschutz-Verordnung. Außerdem sinken in Trockenperioden die Abwehrkräfte von Bäumen. Die gestressten Pflanzen werden deshalb anfälliger für Schädlinge. Von einer Katastrophe könne aber noch keine Rede sein. 

Zudem ist der Nussensee am Fuß der Katrin in Bad Ischl, statt normalerweise 18 Metern, momentan nur sechs Meter tief. Und der Spiegel sinkt jeden Tag weiter. Normalerweise wird der See von Karstquellen gespeist, doch die sind längst versiegt. Mehr dazu lesen Sie hier

 

Steyr: Historisches Niedrigwasser

Trockenheit: Flüsse Steyr und Enns waren noch nie so seicht wie gestern
Schotterbänke im Stadtbild: Das Niederwasser erreicht Rekordwerte.

Mit einer Wassertiefe der Enns von 196 Zentimeter am Steyrer Ortskai und einem Pegel der Steyr in Pergern bei nur noch 60 Zentimeter erreichte das Niederwasser Rekordwerte. "Einen solchen Niederwasserstand wie jetzt hat es seit Menschengedenken nicht gegeben", sagt Fischereiaufseher Günther Fürlinger, der die Tümpel und Schotterbänke der Steyr wie seine Westentasche kennt. Die Statistik liest sich zwar dramatisch, aber im Alltag ergeben sich noch keine Auswirkungen – hier geht's zu den Details

 

Linz: Weniger Erdäpfel und Mais

Weniger Erdäpfelernte

Auch im Großraum Linz hat die Hitze der vergangenen Monate deutliche Spuren hinterlassen. Doch Sorgen um das Trinkwasser muss sich niemand machen. Denn die Linz AG, die auch in 70 Prozent der Gemeinden im Bezirk Linz-Land liefert und mehrere Kommunen nördlich der Donau versorgt, verfügt über riesige Mengen an Grundwasser. Doch für die Landwirte war die Dürre auch im Großraum Linz schlecht, vor allem bei Mais und Erdäpfeln gibt es große Ausfälle, mehr darüber lesen Sie hier

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