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Maria Elisabeth Köstler im Park der Anton-Bruckner-Privat-Uni auf dem Linzer Pöstlingberg Bild: VOLKER WEIHBOLD

Wo die Uni zur Heimat wird

Hochschulen sind nicht nur Orte zum Lernen und Wissenserwerb. Hier gibt es auch Platz zum Kommunizieren, zum Feiern, zum Freundetreffen und Wohlfühlen. Studenten der acht Unis und Hochschulen in Oberösterreich zeigten Herbert Schorn (Text) und Volker Weihbold (Fotos) jene Plätze, an denen die Uni für sie zur Heimat wird.

Von Herbert Schorn, 18. Oktober 2018 - 10:04 Uhr

Mehrere Lieblingsplätze hat Maria Elisabeth Köstler (Bild oben) an der Bruckner-Uni. Einer davon ist der weitläufige Park. „Man ist schnell heroben auf dem Pöstlingberg und dann sofort mitten im Grünen. Der Ausblick ist toll.“ In der kälteren Jahreszeit ist die 24-Jährige oft im Café Frédéric an der Uni anzutreffen. Denn: „Hier trifft man viele Leute.“ Die Steirerin, die aus Wildon nahe Graz stammt, hat an der Bruckner-Uni zwei Bachelorstudien im Fach Violine abgeschlossen. Nun hängt sie zwei Master an: einen für Kammermusik in Wien, einen in Linz. „Ich wollte unbedingt hier weiterstudieren.“ Violine spielt die Tochter eines Geigenbauers und einer Cellistin seit ihrem vierten Lebensjahr: „Ich wollte schon als Kind Geigenlehrerin werden.“ Die Geige wird sie auf jeden Fall zum Beruf machen. Ob sie später einmal in einem Orchester spielt oder als Lehrerin unterrichtet, weiß sie aber noch nicht: „Am liebsten würde ich beides machen.“
 

Patrick Seidl auf dem Dach der PH der Diözese Linz  
Bild: Volker Wihbold

„Die Aussicht ist wunderbar, man sieht weit über die Stadt Linz“, sagt Patrick Seidl über seinen Lieblingsplatz an der Pädagogischen Hochschule der Diözese Linz. Der Rohrbacher hält sich gerne auf dem Übergang von der PH zur Stifter-Praxis-NMS auf. Dieser Ort ist für den Studentenvertretungschef der PH aber auch Sinnbild: „Hier geht es vom Studium zur Praxis, hier werden Ausbildung und Beruf verbunden.“ Das sei für das Studium besonders wichtig. Er möchte Englisch- und Geschichte-Lehrer werden: „Lehrer zu sein ist ein sehr sinnstiftender Beruf. Man hat die Möglichkeit, Jugendliche zu begeistern.“
 

Tobias Primetzhofer vor dem Teich am Campus der Kepler-Uni  
Bild: Volker Weihbbold

Das Markenzeichen der Kepler-Uni hat sich Tobias Primetzhofer als Lieblingsplatz ausgesucht: den Campus-Teich. „So etwas gibt es auf keiner anderen Uni“, sagt der 21-Jährige. „Das zeichnet uns aus.“ Er genießt es, hier mit Studienkollegen zu entspannen oder im Café Teichwerk den Studientag ausklingen zu lassen. Für den Linzer war es klar, dass er sein Wirtschaftsstudium in seiner Heimatstadt machen würde: „Die Uni liegt im Grünen, dank des Campus ist alles schnell erreichbar.“ Neben dem Studium ist er in der ÖH tätig und berät Maturanten bei der Studienwahl oder Erstsemestrige beim Studienstart.
 

Natalie Fürst auf der Terrasse der Fachhochschule Steyr  
Bild: Volker Weihbbold

„Auf dieser Terrasse hat man einen wunderbaren Ausblick zur Brücke, zum Schloss Lamberg und zur Mündung von Enns und Steyr“, sagt Natalie Fürst über ihren Lieblingsplatz, die Terrasse im Altgebäude der Fachhochschule in Steyr. Hier sei es richtig idyllisch, sagt die 22-Jährige: „Im Frühling sieht man sogar die Entenküken schwimmen.“ Genau das Richtige zum Abschalten vom stressigen Studienalltag. Die Kronstorferin ist im dritten Semester des Masterstudienganges „Global Sales und Marketing“. „Das Studium gefällt mir sehr gut, die Inhalte werden toll vermittelt, die Berufschancen sind sehr gut.“
 

Margareta Oberndorfer in der Bibliothek der FH Gesundheitsberufe, Wels  
Bild: Volker Weihbbold

„In den ersten eineinhalb Jahren verbringt man viel Zeit mit den Büchern“, sagt Margareta Oberndorfer, die an der Fachhochschule für Gesundheitsberufe am Klinikum Wels-Grieskirchen zur Physiotherapeutin ausgebildet wird. Daher sei man zwangsweise oft in der Bibliothek: „Hier kann man sich aber gut zurückziehen, entspannen und mit Kollegen plaudern.“ Die 21-Jährige ist im dritten Semester, das Studium begeistert sie nach wie vor: „Die FH ist sehr familiär, die Vortragenden begegnen uns auf Augenhöhe“, sagt die Meggenhofnerin. „Für Fragen findet man jederzeit einen Ansprechpartner.“
 

Elena Deinhammer in der Bibliothek, Katholische Privat-Uni  
Bild: Volker Weihbbold

„Ich habe das gesamte Gebäude gern“, sagt Elena Deinhammer, Studentin an der Katholischen Privat-Universität in Linz. „Aber am liebsten bin ich in der Bibliothek.“ Hier herrsche eine gute Atmosphäre: „Es ist ruhig“, sagt die 21-Jährige. „Man kann sehr gut nachdenken.“ Die Eferdingerin studiert Philosophie und Theologie und will später in diesem Bereich als Wissenschaftlerin arbeiten. Konkrete Schwerpunkte gibt es aber noch nicht: „In beiden Bereichen interessieren mich sehr viele Themen.“ Das Studieren gefällt ihr: „Die Uni ist sehr klein, daher kann man gut individuelle Schwerpunkte setzen.“
 

Leon Noel Weinberger im Hörsaal der PH Oberösterreich  
Bild: Volker Weihbbold

Als Student der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich ist Leon Noel Weinberger oft in einem der Hörsäle anzutreffen. Noch lieber sind ihm allerdings die Seminarräume: „Da sind die Gruppen kleiner und man kommt leichter ins Diskutieren“, sagt der 21-Jährige. Lehrer werden wollte der Sohn einer Pädagogin eigentlich nie. „Im Zivildienst habe ich mit beeinträchtigten Menschen gearbeitet“, sagt der Linzer. „Da wurde mir klar, dass ich beruflich unbedingt mit Menschen zu tun haben will.“ Nun ist er im 5. Semester des Volksschullehrer-Studiums mit Schwerpunkt Inklusion. „Die PH ist ein guter Ort zum Studieren.“
 

Theresa Horn auf der Dachterrasse der Kunst-Uni Linz  
Bild: Volker Weihbbold

Zwei besondere Plätze zum Entspannen hat Theresa Horn an der Kunst-Uni: entweder auf der Dachterrasse oder im Hof im Erdgeschoß. „Auf der Terrasse ist es ruhig, da kann man ohne Stress den Ausblick ins Mühlviertel genießen“, sagt die 27-Jährige. In den Hof geht die Studentin aus Ampflwang, wenn sie’s lebhafter will: „Da trifft man viele Leute.“ Sie studiert im neunten Semester Industrial Design. „Mir gefällt die Mischung aus Technik und Design.“ Sie schätzt auch, dass die Uni nicht überlaufen ist: „Man kann gut persönliche Schwerpunkte setzen und sich in eine eigenständige Richtung entwickeln.“

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