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Der Linzer Volkswirt Friedrich Schneider, die Moderatorin Silvia Schneider und Rallye-Rekordstaatsmeister Raimund Baumschlager wurden als Mostdipf-Preisträger ausgezeichnet. Bild: Weihbold

Und der Mostdipf 2018 geht an ...

... die Moderatorin Silvia Schneider, Rallye-Staatsmeister Raimund Baumschlager und den Linzer Volkswirt Friedrich Schneider. Sie wurden am Dienstag bei der OÖN-Gala in der Hofbühne Tegernbach ausgezeichnet.

08. Mai 2018 - 21:24 Uhr

Silvia Schneider

Sie ist ständig auf Achse und unterwegs zwischen ihren beiden Wohnsitzen in Linz und Wien. Sie moderiert, sie macht Werbung und Mode – und sieht dabei immer perfekt aus. Selbst zum Wandern kommt sie im schönen Kleid, zum Bergsteigen trägt sie Dirndl und Bergschuhe und auch zu Hause auf der Couch darf der Lippenstift nicht fehlen. „Ich finde es faszinierend, Frauen schöner, sexyer und selbstbewusster zu machen“, sagt sie. Erst im Vorjahr hat die 35-jährige Linzerin ihre erste Modelinie herausgebracht – mit romantischen Kleidern, Röcken und Blusen. Mode ist eine ihrer großen Leidenschaften. Ihre erste Kollektion heißt Mademoiselle Schneider und ist eine Hommage an Romy Schneider, Paris und die späten 50er Jahre.

Rein äußerlich hat die Preisträgerin mit dem Mostdipf gar nichts gemeinsam. Was die Schlagfertigkeit und den Witz angeht, kann sie sich aber jederzeit mit dem gewichtigen OÖN-Maskottchen messen.

Silvia Schneider  
Bild: Weihbold

Ihre Wortgewandtheit stellt sie bei ihren Moderationen unter Beweis – auf zahlreichen Veranstaltungen und im Fernsehen bei LT1, Puls4 und auch schon beim deutschen Sender VOX. Bei der OÖN-Sportlergala bringt sie ihre männlichen Co-Moderatoren ins Schwitzen, zuletzt Mikromann Tom Walek, davor Millionenshow-Mann Armin Assinger. Silvia Schneider hat an der JKU Linz und in Tübingen Jus studiert und eine Schauspiel- und Tanzausbildung absolviert. Fitness ist ihr wichtig. „Am besten ist es, wenn man in der Früh schon sportelt – da hat man den ganzen Tag ein besseres Körpergefühl“. Entspannung und Ruhe findet sie in der Natur. Sie geht gern wandern und ist eine leidenschaftliche Schwammerlsucherin. Die nötige Bodenhaftung erhält die Linzerin daheim. Sie ist ein Familienmensch und verbringt gern Zeit mit ihren Eltern und mit ihrem Andi. Seit fünf Jahren sind Silvia Schneider und der Volks-Rock’n’Roller Andreas Gabalier ein Paar. Vielleicht singt er „a Liad für sie“. Von den OÖN bekommt sie den Mostdipf als Auszeichnung für ihre Schlagfertigkeit, ihren Witz, ihren Charme. (ried)

Raimund Baumschlager

Wenn jemand das Unternehmen von Raimund Baumschlager besuchen will, dann braucht er ein sehr gutes Insider-Wissen. Das Basislager der international seit Jahren erfolgreichen Baumschlager-Rallye-&-Racing-Gesellschaft befindet sich nämlich gut versteckt im Kremstal in der sogenannten Schön bei Micheldorf. So wie die Vorzeige-Firma verhält es sich mit dem Chef persönlich. Auch Raimund Baumschlager hat nie daran gedacht, sich groß auf irgendeiner Bühne zu inszenieren, obwohl er genauso wie seine Firma überhaupt keinen Grund dazu hat, sich zu verstecken.

Der 58-Jährige aus Rosenau am Hengstpass ist der Prototyp eines geradlinigen Menschen, der weiß, was er will, und dabei auch einen bewundernswerten Ehrgeiz entwickelt, um sein Ziel auch zu erreichen. Als Rallye-Legende gibt er in Österreich immer noch das Tempo vor, mit 14 Staatsmeistertiteln ist er ein weltweites Seriensieger-Unikat.

Raimund Baumschlager    
Bild: Weihbold

Er ist immer noch als Werksfahrer im Einsatz – das ist ein Beweis für seine Extraklasse. Im Motorsport werden nämlich keine Friendship-Tickets vergeben, da wird jede Kurve von den Telemetrie-Daten seziert. Wenn er da um ein Haucherl zu langsam wäre, würden Jüngere den Altmeister längst verblasen haben.

Die größte Qualität von Raimund Baumschlager lässt sich aber weder von Tacho, Drehzahlmesser oder einer Stoppuhr ablesen. Baumschlager ist als Weltreisender in Sachen Motorsport tief in seiner engeren Heimat verwurzelt geblieben. Der Familienmensch (Frau Elfi, Tochter Lisa) wird daheim nicht nur von Hannes Trinkl als Freund geschätzt, der verlässlich zur Stelle ist, wenn er gebraucht wird. Es gibt keine Arbeit, für die er sich zu schade ist.

Und den Schmähbruder hat er auch drauf, denn sein Humor ist trotz der stressigen Rennsportszene, gegen die ein Haifischbecken vergleichsweise eine Wellness-Oase ist, nie unter die Räder gekommen. Selbst nach seinem schweren Unfall Mitte März bei der Rebenland-Rallye fand Baumschlager in kurzer Zeit zurück auf die Ideallinie des positiven Denkens. (chz)

Friedrich Schneider

Ein Universitätsprofessor für Volkswirtschaftslehre, noch dazu ein gebürtiger Schwabe, als Mostdipf-Preisträger? Auf den ersten Blick mag das als Widerspruch erscheinen. Wer Friedrich Schneider kennt, weiß, dass er eine gute Wahl ist.

Nach dem Studium in Konstanz und Forschungsaufenthalten in Europa und den USA – unter anderem in Princeton und Yale – hat er in Linz eine zweite Heimat gefunden. Dass er sich hier wohlfühlt, hängt auch damit zusammen, dass Schwaben und Oberösterreicher zwei Eigenschaften verbinden: Sparsamkeit und Fleiß. Beide zeichnen auch Schneider aus. In seiner Laufbahn hat der 69-Jährige 80 Bücher und mehr als 430 wissenschaftliche Publikationen veröffentlicht.

Friedrich Schneider
Friedrich Schneider  
Bild: Weihbold

Heute zählt Friedrich Schneider zu den renommiertesten Volkswirten im deutschsprachigen Raum. In Ökonomen-Rankings liegt der Wahl-Linzer regelmäßig unter den besten zehn. Im Auftrag der Europäischen Zentralbank durchleuchtete er Griechenlands Staatshaushalt.

Nicht nur aufgrund seines internationalen Ansehens, sondern auch aufgrund seiner Bodenständigkeit ist Schneider zu einer Institution an der Linzer Uni geworden. Denn er hat die Fähigkeit, die Volkswirtschaftslehre aus dem akademischen Elfenbeinturm zu holen und dorthin zu bringen, wo sie ohnehin ist – mitten in unserem Leben. Dazu passt sein alltagsnahes Spezialgebiet, die Schattenwirtschaft. Wie der Mostdipf verfügt auch Friedrich Schneider über ausreichend Selbstironie, wenn einer seiner Kritiker ihm bei den Pfusch-Studien mitunter Pfusch vorwirft.

Seine Gabe, schwierige Sachverhalte einfach zu erklären, macht ihn für Journalisten zum beliebten Gesprächspartner. Er weiß, dass Medienarbeit für Uni-Professoren ein Muss ist. Egal, zu welcher Tages- oder Nachtzeit man ihn erreicht, er hat immer einen sinnvollen Kommentar parat. Auf die Frage: „Störe ich Sie?“ kann es nur sein, dass er antwortet: „Es ist bei mir vier Uhr in der Früh. Ich bin nämlich in den USA zu Vorträgen.“ (sd)

Die Mostdipf-Gala

Diese Feier ist aus dem Genussland Oberösterreich nicht mehr wegzudenken. Vor 200 Gästen wurden gestern in der Hofbühne Tegernbach die Mostdipfpreisträger ausgezeichnet. Tradition hat nicht nur dieses von den OÖN gemeinsam mit dem Genussland und der Landwirtschaftskammer veranstaltete Fest, Tradition und das gewisse Etwas hat auch der Ort, an dem es seit Jahren über die Bühne geht.

Seit 1972 zeichnen die Oberösterreichischen Nachrichten Persönlichkeiten mit diesem Preis aus, die für etwas stehen, das auch dem Mostdipf alles andere als fremd ist: eine kräftige und hin und wieder auch etwas deftige Portion Humor, Bodenständigkeit und Herzlichkeit.

Wir bedanken uns bei unseren Unterstützern Hochreiter Fleischwaren, der Raiffeisen Landesbank und der Oberösterreichischen Versicherung.

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