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Model Elle Macpherson begleitet Lugner zum Opernball

WIEN. Baumeister Richard Lugner hat heute, Mittwoch, bei einer Pressekonferenz verraten, welcher Star ihn heuer zum Wiener Opernball am 28. Februar begleiten wird.

Der Durchbruch als Model gelang Macpherson 1982 in der Frauenzeitschrift "Elle". Dort war sie in den folgenden sechs Jahren immer wieder auf dem Titelbild zu sehen. Bild: EPA

Das einstige australische Supermodel Elle Macpherson ist Richard Lugners Gast für den Opernball 2019. Die 54-Jährige wurde als "Model-Ikone der letzten Jahre" angekündigt. "Es genügt, dass sie aus Amerika kommt", sagte Lugner. Erst war ein Gast aus Los Angeles geplant, doch die Brände in Südkalifornien hätten dies unmöglich gemacht, wie er am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Wien sagte.

Macpherson war eines der bekanntesten Models der 1980er-Jahre und hat im Laufe ihrer Karriere den Spitznamen "The Body" verliehen bekommen. Sie sammelte auch Erfahrungen im Schauspiel-Bereich und im TV, im letztgenannten Metier war sie unter anderem als Gastgeberin der Show "Britain's Next Top Model" tätig. Laut Lugner residiert das im Jahr 1964 geborene Fotomodell inzwischen in einer 8,1 Millionen US-Dollar teuren Villa in Miami.

"The Body"

Lugner lüftete das Geheimnis. (APA)

Nicht die erste Wahl

Macpherson war aber nicht die erste Wahl von Lugner. Zuvor hatte er mit einer Agentur eines Stars aus Los Angeles "verhandelt, verhandelt und verhandelt", wie der Baumeister verriet. Als man endlich einig war, machten die Waldbrände in Kalifornien den Plänen Lugners aber einen Strich durch die Rechnung. Das Haus des Stars brannte ab, woraufhin eine Teilnahme am Opernball unmöglich war.

So fiel die Wahl schließlich auf Macpherson, die zwar nicht in Los Angeles, aber immerhin noch in Miami wohnt. Das sei gut, denn dann sei sie ausgeschlafener und „weniger grantig“, wie Lugner betonte. Mit dem ehemaligen Supermodel ist der Vertrag bereits - mehr oder weniger - unter Dach und Fach. Sie wird nach einer Zwischenstation in London am Dienstag in Wien landen und dann das Opernball-Programm des Bauemeisters samt Pressekonferenz und Autogrammstunde in der Lugner City durchlaufen.

Sonderwünsche äußerte der Gast bisher nicht. Ihre Friseurin wird aus Köln eingeflogen, die Kosten für den - noch unbekannten - Designer und dessen Kleid "hat sie mir auch umgehängt", sagte Lugner. Dennoch schwante dem Baumeister Übles: Inzwischen hat nämlich eine deutsche Medienagentur die Agenden seines Stargast übernommen. "Es ist immer schlecht, wenn viele Personen beteiligt sind", meinte der Baumeister. Die schlimmsten Erfahrungen hätte er dabei etwa mit seinem 2014-Gast Kim Kardashian gesammelt, die letztlich das ganze Rahmenprogramm platzen ließ.

Zuvor hatte der Bauunternehmer durchblicken lassen, dass der Gast aus Amerika kommt, weiblich und "sehr schwierig" ist. Ursprünglich hatte der 86-Jährige geplant, zwei prominente Gäste mit zu dem Fest zu nehmen. Da der Hauptgast aber offenbar keine Konkurrenz in der Loge wollte, wurde der Zweitgast kurzerhand wieder ausgeladen.

Video: Richard Lugner bei der Ankündigung, welcher Star ihn zum diesjährigen Opernball begleiten wird.  

Neben dem Stargast wird auch "Opernballprinzessin" Angelika Doss aus Linz den Baulöwen zum Ball begleiten. Die 23-jährige Studentin und Sängerin war Vize-Miss-Oberösterreich 2017.

Angelika Doss (Foto: Heli Mayr)

Lugners Stargäste: Zwischen Trash und Glamour

Pamela Anderson, Kim Kardashian oder zuletzt Melanie Griffith: Seit 1992 bringt Baumeister Richard Lugner alljährlich einen Stargast zum Wiener Opernball - und macht sich damit nicht immer nur Freunde.

Dass die Gäste von Lugner immer wieder für einen Skandal gut sind, zeigte sich bereits 1996, als die US-Sängerin Grace Jones in einem entlegenen Winkel der Loge mit ihrem Begleiter offensichtlich Sex hatte. "Das war akustisch klar wahrnehmbar", sagte Lugner. Der Premierengast 1992 war hingegen der "sehr problemlose" Harry Belafonte. Damals übrigens noch fast ohne mediale Aufmerksamkeit.

Das änderte sich aber schon mit Joan Collins im Jahr 1993. "Sie war sehr professionell - und eiskalt", sagte Lugner. Von der amerikanischen Schauspielerin wurde der Baumeister auch erstmals mit den Macken und Sonderwünschen internationaler Prominenz konfrontiert: Da die Diva prinzipiell nur im Minirock auftrat, musste das Pult auf der Bühne der Lugner City für die Autogrammstunde verhängt werden. "Damit ihr niemand unter den Rock schauen konnte." Zudem durfte Mineralwasser nur verschlossen bereitgestellt werden. "Sie hatte Angst, dass ihr jemand Schlafmittel hinein schüttet", erklärte der Baumeister.

In die internationalen Schlagzeilen schaffte es Lugner erstmals 1997 mit Sarah "Förtschi" Ferguson, der Herzogin von York. Danach konnte den umtriebigen Baumeister nur mehr die große Politik stoppen: Nach der Bildung der ersten FPÖ-ÖVP-Regierung im Jahr 2000 liefen dem Baumeister die potenziellen "Ballspenden" gleich in Scharren davon. Claudia Cardinale wollte plötzlich ebenso wenig an seiner Seite die Veranstaltung besuchen wie Catherine Deneuve.

"Es war eine Schweinerei"

Die größten Coups des Baumeisters waren aber zweifellos Pamela Anderson (2003), Paris Hilton (2007) und Kim Kardashian (2014). Besonders Kardashian brachte den Baumeister aber aus dem seelischen Gleichgewicht: Die Amerikanerin war mit eigenem TV-Team angereist und ließ das Rahmenprogramm rund um den Ball regelmäßig platzen. "Es war eine Schweinerei", ärgerte sich Lugner. Aber auch Kardashian sprach im Nachhinein von einem "echten Albtraum". Den größten Ärger verursachte der Baumeister, als er 2011 die Italienerin Ruby Rubacuori holte, die gerade in eine Sexaffäre rund um den italienischen Ex-Premierminister Silvio Berlusconi involviert war. Der diplomatische Fauxpas brachte die damalige Organisatorin Desiree Treichl-Stürgkh derartig in Rage, dass sie dem Baumeister keine Loge mehr geben wollte.

Die vergangenen Jahre waren vergleichsweise harmlos: 2016 kam Brooke Shields, 2017 Goldie Hawn und 2018 Melanie Griffith. Der Lieblingsgast des Baumeisters selbst war übrigens Sophia Loren, die im Jahr 1995 am Opernball antanzte. "Sie war halt eine echte Dame", schwärmte der Society-Löwe. Bleibenden Eindruck hinterließ aber auch ihr "riesiges Dekollete" (Lugner).

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Artikel nachrichten.at/apa 13. Februar 2019 - 10:13 Uhr
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