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Hannelore Elsner: „Ich hasse es, über mein Alter zu reden“

Schauspielerin Hannelore Elsner, eine Fast-Oberösterreicherin, feiert am Donnerstag ihren 70. Geburtstag und wünscht sich für die Zukunft viele „wunderbare“ Rollen.

„Ich hasse es, über mein Alter zu reden“

Sie gilt seit Jahrzehnten als »sinnlich schön« und liebte jede ihrer Rollen. Bild: DPA

Ihre Karriere zählt mehr als 200 TV- und Kinorollen. Starke Auftritte hatte sie in Doris Dörries melancholischem Film „Kirschblüten – Hanami“ und als blond gefärbte Berlinerin in Dani Levys Komödie „Alles auf Zucker!“. Legendär war sie freilich als die TV-Kommissarin mit der schwarzen Lederjacke. Heute wird Hannelore Elsner, die an der Grenze zu Oberösterreich – im bayrischen Burghausen – geboren wurde, 70 Jahre alt.

Was sie zu diesem Jubiläum macht? Gerade dreht sie den dritten Teil des Kinderfilms „Hanni & Nanni“. In Marcus H. Rosenmüllers „Wer’s glaubt, wird selig“ wird sie als bigotte Schwiegermutter zu sehen sein. Ruhestand sieht anders aus. Und eine Siebzigjährige stellt man sich gemeinhin auch anders vor.

„Ich muss über mein Alter reden, seit ich 25 bin. Das geht mir auf die Nerven“, beschwert sich die Schauspielerin. Ihr gefalle die buddhistische Idee, dass man bis 60 jung sei und ab 60 älter werde.

Ein Alter, in dem man Biografien schreibt. Auch das hat Hannelore Elsner schon getan. In „Im Überschwang“, das 2011 erschienen ist, erzählt sie, wie ihr großer Bruder als Fünfjähriger im Krieg ums Leben kam und wie sie früh ihren Vater verlor. Im oberbayerischen Burghausen geboren, wuchs sie mit einigen Umzügen und als Internatsschülerin auf. Auf den Betten sangen die Mädchen nachts den Doris-Day-Schlager „Que Sera, Sera“.

Auf der Straße entdeckt

Anders als viele Frauen ihrer Generation ließ sich Hannelore Elsner nicht von den Zwängen der konservativen Nachkriegszeit einengen. Zu ihrem Beruf kam sie eher zufällig, sie wurde in München auf der Straße entdeckt und ging danach zur Schauspielschule.

Ihr erster Film war 1959 „Immer die Mädchen“ mit Hans-Joachim Kulenkampff. Im gleichen Jahr drehte sie mit Freddy Quinn „Freddy unter fremden Sternen“, danach die Krimiserie „Stahlnetz“. Ihr erster guter Kinofilm sei „Die endlose Nacht“ (1963) von Will Tremper gewesen, schreibt die Schauspielerin.

Wo die Elsner auftaucht, ist das Etikett „sinnlich schön“ nicht weit. In den 60er Jahren war sie kurz mit dem Schauspieler Gerd Vespermann verheiratet, in den 90er Jahren mit dem Dramaturgen Uwe Carstensen. 1981 kam Sohn Dominik zur Welt, Vater ist Regisseur Dieter Wedel. Mit Produzent Bernd Eichinger verbindet sie „drei wunderschöne, lange Jahre“ als Paar. Er wurde ihr „ewiger Freund“. Sein jäher Tod im Jänner 2011 war, „als wäre der Weltenbaum gefällt worden“.

Für das kommende Jahrzehnt wünscht sie sich „wunderbare Rollen“, wie sie sagt. „Aber ich sage nicht, ich will jetzt unbedingt das oder das spielen. Sondern das lasse ich wirklich sich entwickeln, das wird schon auf mich zukommen.“

Dass sich Älterwerden und das Dasein als Schauspielerin durchaus vertragen, bestätigt auch Eva Maria Aichner. Sie ist mit 58 Jahren die „älteste“ Schauspielerin am Landestheater Linz. „Für mich ist es derzeit einfacher als jemals zuvor. Einmal spiele ich eine 40-Jährige, dann wieder eine 94-Jährige. Für mich sind meine Jahre, meine Erfahrung ein echter Glücksfall“, sagt Aichner.

Frühe Pension ein Verbrechen!

Neben ihrem Engagement am Landestheater arbeitet die Schauspielerin auch für das Musikschulwerk Oberösterreich. „Hier unterrichte ich Sprechtechnik“, sagt sie und gesteht: „Ich persönlich hoffe ja, dass das Pensionsalter sehr bald hochgeschraubt wird. Denn für mich ist es ein Verbrechen, dass Menschen, die topfit sind und einen reichen Erfahrungsschatz haben, so bald in den Ruhestand gehen müssen.“

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Artikel bar 26. Juli 2012 - 00:04 Uhr
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