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Eine Fabrik voll mit ökofairen Sachen zum Anziehen, Essen, Leben

Die OÖNachrichten präsentieren die Messe "WearFair und mehr" in Linz.

Eine Fabrik voll mit ökofairen Sachen zum Anziehen, Essen, Leben

Petra Haudum zeigt das neue Trinksystem von Nuapua. Bild: Alexander Schwarzl

Rund 200 Aussteller aus ganz Europa zeigen an diesem Wochenende in der Tabakfabrik Linz, was man für einen ökofairen Lifestyle brauchen kann. Es ist die neunte "WearFair"-Messe, die nicht nur Mode, sondern auch Lebensstil und Mobilität sowie Ernährung zum Thema hat. "Außerdem haben wir so etwas wie einen Bildungsauftrag, wollen über ökologische, faire und soziale Themen informieren", sagt Geschäftsführerin Maria Wimmer. Nicht mit erhobenem Zeigefinger, "wir möchten einfach zeigen, was es alles gibt in diesem Bereich – und damit auch neue Zielgruppen ansprechen".

Der erste Rundgang durch die Hallen der Tabakfabrik zeigt, dass das Angebot jedes Jahr noch ein wenig wächst. Neu ist das "Initiativendorf, in dem sich kleine und große Projekte rund um das Thema Nachhaltigkeit vorstellen. Erstmals auf der "WearFair" ist auch Petra Haudum aus Kremsmünster. Sie hat ein Trinksystem entwickelt, bei dem man Leitungswasser mit natürlichen Aromen anreichert. "Nuapua" heißt ihre Marke. Ebenfalls ganz neu sind die Yogablöcke aus Zirbenholz von Christina Schröder aus Allhaming. Sie profitiert von der Aktion "Small is beautiful", bei der junge Unternehmen günstig ausstellen.

Stoffe aus Pet-Flaschen

Es gibt aber auch jene, die schon von Beginn an bei der "WearFair" dabei sind, wie etwa die Linzer Boutique "Kleider machen Leute". Chefin Anita Katzengruber schwärmt von den neuen Schuhen von Veja. "Das ist deshalb toll, weil bei Schuhen gibt es noch nicht so viel Ökofaires", sagt sie.

"Das Upcycling hält sich weiterhin gut im Modebereich", sagt Michaela Königshofer von Südwind. Das bedeutet, aus Müll wieder etwas Neues zu machen. Da gibt es Taschen aus Schallplatten und Polstermöbel aus Textilabfällen (Afro Chic). Denise und Maicol Herera ("nice to meet you") verwenden für ihre Yogabekleidung recycelten Polyester aus Pet-Flaschen und Fischernetzen. "Das wird dann zur atmungsaktiven Funktionsfaser", sagt Designer Maicol. Von Sportbekleidung bis zur Unterwäsche, von Anzügen bis zum Kinderstrampler – die Auswahl ist groß. Wer selbst schneidern möchte, geht in die "Nähküche" oder kauft bei "biostoffe.at" ein. "Um nachhaltig zu sein, muss die Kleidung aber auch langlebig sein", sagt Bernhard Lichtenberger, Pressesprecher von der "Grünen Erde". Die aktuelle Kollektion aus Scharnstein wurde deshalb für einen längeren Zyklus entworfen. "Das Farbschema soll mehrere Jahre bestehen bleiben – damit alles zusammenpasst."

 

Messe -Programm

Die „WearFair & mehr“ in der Tabakfabrik Linz hat am Samstag von 10 bis 19.30 Uhr und am Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Neben der Ausstellung gibt es ein umfangreiches Rahmenprogramm.
Am Samstag (13 bis 15 Uhr) besteht etwa die Möglichkeit, im Hof mit weiblichen Flüchtlingen ins Gespräch zu kommen. Mit einem Schuh-Wurf-Wettbewerb will man auf die Faire-Schuhe-Kampagne aufmerksam machen (Samstag, 14 bis 17 Uhr). Am Sonntag (10.30 Uhr) finden auf der Hauptbühne eine Kindermodenschau und danach eine Zaubershow statt. Das gesamte Programm finden Sie auf www.wearfair.at.

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Artikel Claudia Riedler 24. September 2016 - 00:05 Uhr
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