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"Verleumderische Agitationen"

LINZ. Theatervertrag & Co: Linz und Land drehen weiter an der Eskalationsspirale.

"Verleumderische Agitationen"

Stefan Giegler (SP) Bild: VOLKER WEIHBOLD

Die Atmosphäre zwischen dem Land und der Stadt Linz bleibt weiter hochexplosiv. Seit der Linzer Bürgermeister Klaus Luger (SP) angekündigt hat, den Theatervertrag mit dem Land zu kündigen und neu zu verhandeln, vergeht kaum ein Tag, an dem man nicht medial zusammenprallt.

Gestern attackierte Linz die Landes-ÖVP und forderte, eine neue, "gerechte Basis für die Finanzbeziehungen" zwischen dem Land und der Landeshauptstadt zu schaffen. Bürgermeister Luger und der SPÖ-Fraktionschef im Linzer Gemeinderat, Stefan Giegler, hielten der ÖVP vor, dass Linz seit dem Jahr 2000 mit 211 Millionen Euro deutlich mehr für das Landestheater zugezahlt habe, als das Land im selben Zeitraum für das Linzer Brucknerhaus (89 Millionen). Das sei nicht fair, heißt es aus Linz.

Die Linzer SPÖ glaubt zudem, dass die Landes-ÖVP hinter den jüngsten Attacken in der Linzer Aktenaffäre und hinter dem konzertierten Protest aus der Linzer Kulturszene steckt. Landeshauptmann und Kulturreferent Thomas Stelzer (VP) sei "gefordert, die unsachlichen und verleumderischen Agitationen des Intendanten und des Ensembles des Landestheaters gegen den Linzer Bürgermeister zu unterbinden", fordert Giegler.

Stelzer kontert: Den bestehenden Theatervertrag habe Luger selbst verhandelt, daher sei seine Aufregung nicht nachvollziehbar. Auch die Aufforderung, Proteste aus der Kulturszene einzudämmen, verstehe er nicht. "Ich habe mich nie in künstlerische Angelegenheiten eingemischt und werde das auch nicht tun. Dass sich die Verantwortlichen für ihr Musiktheater einsetzen, ist mehr als nachvollziehbar", sagt Stelzer. Zudem gebe es bereits einen vereinbarten Gesprächstermin mit Luger.

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Artikel OÖN 29. November 2018 - 00:04 Uhr
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