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Theatervertrag: Plötzlich wollen alle reden

LINZ. In der verbalen Auseinandersetzung über die einseitig ausgesprochene, aber zeitgerecht kommunizierte Auflösung des "Theatervertrages" der Stadt Linz wurden mildere Töne angeschlagen.

 

Zunächst ließ der Linzer Bürgermeister Klaus Luger via SP-Kultursprecher Stefan Giegler ausrichten, man sei "zu einer Neuverhandlung des Theatervertrages im Rahmen einer großen Lösung aller vertraglichen Vereinbarungen zwischen Stadt und Land bereit". Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) sagte, dass seine "Hand weiterhin in Richtung Linz ausgestreckt" bleibe.

Ein gemeinsamer Gesprächstermin sei bereits vereinbart. In der Stadtpolitik ist man dennoch über die äußerst ruppigen Reaktionen von Landestheater-Intendanten Hermann Schneider, Bruckner-Orchester-Chefdirigent Markus Poschner und dem gesamten Ensemble zur Aufkündigung des Theatervertrages irritiert.

Kultursprecher Stefan Giegler: "Ich erwarte mir von Künstlern eine kritische Auseinandersetzung, aber erst nach einer entsprechenden Analyse der Fakten. Persönliche Beleidigungen lehnen wir auf jeden Fall ab. Die Stadt Linz kürzt nämlich ihr Kulturbudget im Gegensatz zum Land nicht."

Letztlich sei es das Land Oberösterreich gewesen, das sein 2019er-Budget für die Theater- und Orchester GmbH im Vergleich zum Rechnungsabschluss 2017 um mehr als 5,89 Millionen Euro reduziert hat. Eine Summe, die man im Büro des Landeshauptmannes so nicht nachvollziehen kann. 2,89 Millionen seien richtig, heißt es.

Gespräche über die Aufkündigung des Theatervertrages sind bereits im April geführt worden, sagt Giegler: "Von einer überfallsartigen Kündigung kann nicht die Rede sein." Und weiter: "Durch den Theatervertrag entsteht der Stadt Linz jährlich ein Abgang von mehr als fünf Millionen Euro. Wer würde da nicht aussteigen?"

Der Ausstieg aus der vertraglichen Vereinbarung zwischen Stadt und Land wird 2020 wirksam. (att)

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Artikel 23. November 2018 - 00:04 Uhr
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